1. Juli 2009
30. Juni 2009
Twitter und XING - Private Banking 3.0
Ich beschäftige mich sehr intensiv mit Veränderungen und Entwicklungen im Banken- und Vermögensberatungsbereich. Nicht nur auf der reinen Vermögensverwaltungsebene, sondern vor allem auch im Bereich der Kommunikation und Information. Der Tod von Michael Jackson (und die folgende Kommunikationsflut) hat mir nun noch einmal deutlich vor Augen geführt, welch gigantisches Potential vor allem Twitter auch für die Banken- und Vermögensberatungsbranche haben kann. Auch Barack Obama hat Twitter sehr erfolgreich für seinen Wahlkampf eingesetzt. Warum interessieren sich also gerade Banken und Berater – in einer Zeit des totalen Vertrauensverlustes in die Institution Bank – nicht mehr dafür?
Ich war einmal im Private Banking…
Vor einigen Jahren (2003) habe ich ein (Wachstums)Projekt betreut und verantwortet für eine Österreichische (Raiffeisenbank Kleinwalsertal) und eine Liechtensteinische (Raiffeisen Bank Liechtenstein) Adresse, welche sich auf Private Banking-Dienstleistungen spezialisiert hat. Ich hatte damals – für konservative Private Banking Verhältnisse - so „innovative“ und „unglaubliche“ Maßnahmen wie beispielsweise Dialog- und Informationsmarketing, sowie Kommunikationsstrukturen über regelmäßige, gezielte und spezifische Website Aktualisierungen (heute würde ich das Blog nennen) vorgeschlagen und ein integriertes, monatliches Online-Newsletter Konzept.
Aus meiner heutigen Sicht waren meine Konzepte damals wirklich „Steinzeit“ um nicht zu sagen „Urzeit“. Aber dennoch kann ich mich noch sehr gut an die damaligen Diskussionen und den Gegenwind von vielen Seiten (vom Marketing über das Controlling bis hin zum Vorstand) erinnern. Alle nach dem Motto, „was soll das denn bringen, das kostet nur Geld und Zeit“. Dennoch wurde das dann mehr oder weniger umgesetzt und somit „Pionierarbeit“ in den Bereichen Online-Marketing, Kommunikation und Newsletter-Marketing betrieben für damalige Zeiten.
Wenn ich mir heute mein altes Konzept von vor mehr als 5 Jahren mal wieder durchlese, muss ich zwar fast lachen – auch über meine eigenen Fehlbeurteilungen und „Naivitäten“ - aber dennoch bin ich froh, diese Erfahrungen gemacht zu haben. Vor allem weil Sie für meine Entwicklungen und Konzepte von GEOPOLITICAL.BIZ von entscheidender Bedeutung waren. Eine Art Grundlagen und Forschungsarbeit.
Banken müssen Xing, Twitter, RSS und CO. aktiv in ihr Kundengeschäft einbauen, pflegen und weiterentwickeln!
Der von mir damals ins Leben gerufene Online-Newsletter ist übrigens mittlerweile auch längst wieder eingestellt. Aber irgendwann muss man derartiges wieder aufbauen. Ich bin mir sicher, dass gerade Private Banking Anbieter aus Österreich, der Schweiz, Liechtenstein oder Luxemburg gerade hier vor gigantischen Aufgaben, aber auch Möglichkeiten stehen. Viele Private Banking Anbieter aus diesen Ländern, welche bislang vom – scheinbar so diskreten - Offshore Geschäft gelebt haben müssen Ihre Kommunikations- und Informationsstrukturen und somit Ihre Zugangswege zu Interessenten und Bestandskunden massiv überdenken, adaptieren und vor allem auf- und ausbauen. Die - absolut legitime – Diskretion in der Kontoführung bedeutet eben nicht ein Schweigen auch im generellen Informationsfluss zu Entwicklungen, Chancen oder vor allem aber auch Risiken auf den unterschiedlichsten Ebenen gegenüber dem Kunden. Diese bestehen nämlich gerade in diesem Segment im Bereich von allgemeinen Rechtsrisiken, über Marktrisiken bis hin zu individuellen Aspekten im Hinblick auf die persönliche Vermögensstrukturierung und somit die professionelle Strukturierungsberatung. Gerade das ist für mich das essentielle am professionellen und zukunftsfähigen Private Banking.
Social Networking was?
Hier stelle ich massive Defizite bei fast allen Private Banking Anbietern fest. Einen Wettbewerbsvorteil hat jedoch derjenige, welcher die Möglichkeiten der Online-Kommunikation erkennt und gezielt in seine Geschäftsprozesse einbindet.
Was sind die wichtigsten Grundlagen von Online-Marketing, Information, Kommunikation und somit Social-Networking?
Ich kann es Ihnen ganz einfach sagen am Beispiel von GEOPOLTICAL.BIZ. Für mich sind 6 Bereiche entscheidend und von grundlegender, strategischer Relevanz:
2. Ein integrierter Online-Newsletter
3. Ein integriertes Weblog-System
4. Ein integrierter RSS-Datafeed
5. Eine XING-Gruppe (keine Facebook-Gruppe!)
Falls das nun für Sie Spanische Dörfer sind, rate ich Ihnen – vor allem wenn Sie Banker oder Vermögensverwalter sind – sich nicht nur mit der Börse zu beschäftigen, sondern mit Wegen zu Ihren Kunden, aber auch natürlich vor allem zu wichtigen Neukunden.
Denken Sie immer an zwei Grundlagen, welche für mich in wirklich jedem Segment gelten:
1. Wachstum ohne Gewinn ist tödlich!
2. Gewinn ohne Wachstum ist tödlich!
Ihr
Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ
www.markus-miller.com oder
www.geopolitical.de
P.S.: Wenn Ihnen die GEOPOLITICAL.BIZ-News gefallen, tun Sie mir bitte einen Gefallen und leiten Sie diese weiter.
Falls Ihnen diese GEOPOLITICAL.BIZ-News schon weitergeleitet wurden und Sie in Zukunft keine verpassen wollen, können Sie diese hier abonnieren: Kostenloser Online Newsletter
26. Juni 2009
Privater Vorsorgeschutz - Dread Disease
Ich habe vor kurzem einen Beitrag gemacht mit dem Titel: „Das Biometrische Risiko ist Sicher!“.
Im Bereich der Privaten Vorsorge greifen sehr viele Menschen nach wie vor auf sogenannte Berufsunfähigkeitsversicherungen zurück. Allerdings beurteile ich diese zunehmend kritisch. Eine relativ neue Versicherungsform könnte hier für viele die bessere Alternative zum eigenen Schutz und dem der Familie sein.
Was sind Dread-Disease Versicherungen?
Eine sogenannte Dread-Disease-Versicherung, welche auch teilweise unter dem Namen Critical Illness läuft kann man grob übersetzen als „Absicherung und Versicherung gegen gefährliche Krankheiten“ wie beispielsweise Krebs oder Herzinfarkte. In Deutschland sind derartige Versicherungen erst seit Anfang der 90er Jahre zugelassen. Ebenso sind die entsprechenden Versicherungsangebote noch sehr überschaubar, was sich aber aus meiner Sicht deutlich verbessern könne in Zukunft. Die erste Die erste Dread-Disease-Versicherung wurde übrigens 1983 in Südafrika von einem Herzchirurgen erfunden.
Derartige Personenversicherungen binden Ihre Leistungen an den Eintritt von fest definierten, schweren Krankheiten der versicherten Person und sind somit aus meiner Sicht wirklich ideal, um eine Art individuelles und maßgeschneidertes „Biometrisches Risikomagement“ zu betreiben.
Ich veröffentliche ganz selten Zuschriften 1zu1 in meinen Publikationen. Bisher habe ich das erst einmal gemacht. Ich habe vor kurzem von einem meiner Leser - welcher aus der Versicherungsbranche kommt - einige Informationen zugespielt bekommen, welche ich für sehr plausibel und fundiert halte. Diese haben mich dazu veranlasst hat, mich sehr intensiv mit dem Thema Dread-Disease zu beschäftigen. Ich werde hierzu auch in Kürze eine umfangreiche Recherche veröffentlichen.
Eine Insider-Meinung: Berufsunfähigkeit versus Dread-Disease
Meinung eines Versicherungsspezialisten (Name der Redaktion bekannt):
Seit nunmehr über 12 Jahren weise ich in meiner Konzeptberatung auf die trügerische Sicherheit des Produktes “Berufsunfähigkeit” hin! Ganz gleich von welchem Anbieter! Ebenfalls die Unfallversicherung!
Das gefährliche an “pauschalen” Empfehlungen (Anmerkung: zu Berufsunfähigkeitsversicherungen) ist die Tatsache, dass leider immer noch die meisten Vermittler den Werbebotschaften, Schulungen, Hochglanzprospekten vollstes Vertrauen schenken. Und diejenigen die nachbohren, geben sich nach kurzer Zeit zufrieden mit pauschalen Antworten. Selbst “Stiftung Warentest”, Franke & Bornberg, Morgen & Morgen tun ihres noch dazu. Verlassen Sie sich hierauf, sind sie schon mit zwei Beinen in der Haftungsfalle.
Es geht mir nur um TRANSPARENZ und sonst um nichts
Wenn die Gesellschaften oder Vermittler dem Kunden sagen würden bei Beratung/Abschluss einer BU (Berufsunfähigkeitsversicherung), dass den Kunden folgende Hürden erwarten:
1. mindestens 50 % Invaliditätsgrad, die Wahrscheinlichkeit darüber zu kommen liegt bei sagenhaften 4,5 %!
2. mindestens 6 Monate am Stück nicht der Lage sein, seine Arbeit zu tun. Fragen sie mal einen kleinen Handwerksmeister, der noch nicht mal den Telefonhörer in der Zeit bedienen darf, selbst wenn er nicht mehr – beispielsweise - als Dachdecker körperlich arbeiten kann.
3.Typisch bei allen ALLIANZ-Policen: Der Arzt muss eine Prognose wagen von mindestens 3 Jahren auf Dauer! Fragen sie mal einen Arzt, wer sich hier noch so weit aus dem Fenster lehnt.
4.Konkrete & Abstrakte Verweisung - wobei es nicht auf die “abstrakte” Verweisung in Zukunft ankommen wird! Wissen leider die wenigsten Teilnehmer und wird einem auch nicht offen kommuniziert! Kein Versicherer in Deutschland verzichtet derzeit im Bedingungswerk auf die “konkrete” Verweisung!
5. Zwang der “UMORGANISATION” - nicht für Selbstständige auch für Angestellte! Prüfungsbestandteil Nr. 1 - ist der Zwang der Umorganisation bei Selbstständigen (lt. BGH-Urteil)
6. Arztanordnungsklausel - wird doch tatsächlich heute angenommen, dass dieser Punkt vom Tisch ist! Weit gefehlt!
7. Schwammige, intransparente Aussagen im Bedingungswerk!
Und die Krönung ist die Tatsache, dass solche Schrottprodukte tatsächlich noch von diversen Rating-Agenturen ein “FFF” “Fünf-Sterne” und “Sehr gut” und was weiß ich nicht alles bekommen! Vermittler und Kunden werden geblendet und der Bumerang kommt irgendwann zurück! Dann kann man nur hoffen, dass die Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherung greift. Nur der Kunde schaut in die Röhre! Denn die Statistik - natürlich keine offizielle! - ist die Tatsache, dass die Wahrscheinlichkeit eine BU-Rente tatsächlich zu erhalten genau bei grandiosen 1 % liegt! Bei der Unfallversicherung bei 10 %.
Mmmmh, ein Schelm wer jetzt schlimmes dabei denkt, was?! Kein Wunder, das die Versicherer sich mit dieser Schadensquote refinanzieren, die Ratingagenturen fürstlich belohnen für einen “Pokal”, die Vermittler bis zu 60 Promille für eine BU-Versicherung bekommen! So, und wenn sie das als Vermittler dem Kunden (oben genannte Punkte) alles gesagt haben, ja dann ist alles in Butter! Fragt sich nur - ob ein Kunde tatsächlich dann noch einen Kugelschreiber in die Hand nimmt oder zwischenzeitlich den Vermittler zum Teufel gejagt hat! Nicht das Sie mich hier falsch verstehen. Es gibt tatsächlich einige wenige die haben das große Los gezogen und bekommen tatsächlich Ihre BU-Rente. Nur die Dauer liegt gerade einmal bei 3,5 Jahren und die durchschnittliche Rente liegt bei lächerlichen 750 Euro pro Monat! Und die Statistiken, welch sich bemühen die Wichtigkeit der BU-Rente herauszustellen, lügen, äh Verzeihung lassen einfach ein paar Sätze mit einem Punkt enden, statt mit einem Komma diesen fortzuführen.
Aber das ist ja nicht zuträglich für das Geschäft!
Rufen Sie mal bei der DIALOG an, einer der “besten” Maklerversicherer und versuchen Sie ein Dokument ausgehändigt zu bekommen, welches der Kunde dann erhält, wenn er glaubt, er ist BU! Dann schickt der Versicherer dem Kunden circa 10 bis 16 Seiten Fragen zu. Und wenn Sie diese Lesen, dann werden Sie feststellen, dass das alles, was ich hier oben Ihnen aufgeführt habe - in jeder Frage wieder auftaucht um sie auf Glatteis zu bringen. Nur, die DIALOG händigt Ihnen nicht aus! Datengeheimnis etc. etc. Ausreden perfekt!
Mmmh, was glauben Sie wohl warum?! Mir liegen hier die Fragebögen der renommierten AXA und der ZÜRICH vor! So und jetzt !? ALTERNATIVEN !? - Sicherlich - nur nicht von Deutschen Versicherern! Da gibt es eine Dread Disease - Absicherung gegen schwere Krankheiten und eine “Verlust von Grundfähigkeiten”! Mmmh, der Qualitäts-Marktführer nach meinen Recherchen ist die SKANDIA. Da gibt es auch die CANADA LIFE als Alternative. Und auch die Grundfähigkeit von der CANADA LIFE. Diese Produkte sind sehr beratungsintensiv!
Eines vor weg! Es gibt keinen VOLLKASKO-SCHUTZ wie beim Autofahren! Nur, hier sehen Sie auf den ersten Blick wann Sie Geld bekommen und auf den zweiten Blick wann Sie kein Geld bekommen! Und wenn Sie das gleich ganz am Anfang eines Beratungsgesprächs dem Kundensagen, schaffen Sie schon einmal 100mal mehr Transparenz wie bei jeder BU/Unfall-Versicherung!
Dann stellen Sie dem Kunden folgende Frage:
“Lieber Kunde, kennst du jemand in deiner direkten Umgebung, Verwandtschaft, Bekanntschaft, Umkreis, Vereine, etc. etc., der jemals von einer Privaten Versicherungsgesellschaft eine BU-Rente erhalten hat?!” Was glauben Sie, was die Antworten sind?! Genau! 1 er von 25 Kunden kennt tatsächlich jemand, und der hat noch ewig und drei Tage auf die Rente gewartet, eventuell auch erst nach dem geführten Rechtsstreit!
Und weiter: “Kennen Sie jemanden, der tatsächlich schon mal, Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Bypass, Nierenversagen, etc. etc. etc. bekommen hat?!” Auch hier werden Sie erstaunt sein, welche Antworten ich bekommen! Da gibt es keinen Einzigen der Befragten, der nicht schon mal in der direkten Nähe persönlich jemanden kennt, mit so einer traurigen Erfahrung, leider!
Und glauben Sie mir eins: Ich zeige Ihnen bei mir in der Kundschaft – Auszahlungen von den Gesellschaften wegen einer Dread Disease - letzte Woche noch einem Kunden 43 Jahre, Schlaganfall!
Alle meine Kunden, ob Hodenkrebs, Schlaganfall, Bypass etc. waren aber nach kurzer Zeit wieder in der Lage weiter zu arbeiten. Auch der mit dem Schlaganfall wird bald wieder so weit sein!
BU-Leistung - sich dafür qualifiziert!? - Mit Nichten! - keine Chance!
Alle Kunden die bei mir schon eine Auszahlung bekommen haben, hatten früher eine BU-Absicherung gewählt und keine Chance jemals gehabt - egal welcher Anbieter! Was glauben Sie wohl - welches “Standing” ich heute bei meinen betroffenen Kunden habe?! So lieber Herr Miller, dass lag mir mal am Herzen Ihnen das mitzuteilen! Für eine weitere sachliche Kommunikation bin gerne offen! Viele Grüße
Mein Fazit
Ich finde diese Informationen wie gesagt so hilfreich und gelungen, dass ich diese auch 1 zu 1 hier veröffentliche. Die Angegeben Zahlen des Lesers konnte ich natürlich nicht überprüfen, aber auf mich wirkt der Gesamtzusammenhang dieses Briefes einfach plausibel. Der Leser kommt natürlich aus der Versicherungspraxis und ich finde das merkt man auch. Ich werde mir auf jeden Fall die Thematik der Dread Disease Versicherungen näher anschauen und sicherlich hierzu auch eine Recherche sowie einen Beitrag in Zukunft machen. Ich möchte mich auch recht herzlich für diese offene, dennoch sachliche und wertvolle Zuschrift bedanken und hoffe, diesem Beispiel folgen noch weitere Leser, da ich die besten Anregungen oftmals aus Praxisgesprächen und Praxis-Erfahrungen ziehe.
Wenn Sie hierzu Anmerkungen haben, positiv wie negativ, dann lassen Sie mir diese bitte Zukommen, Sie helfen mir dadurch in meinem Testbericht zu derartigen Versicherungsmodellen: GEOPOLITICAL.BIZ-Kontaktformular
Ihr
Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ
www.markus-miller.com oder
www.geopolitical.de
P.S.: Wenn Ihnen die GEOPOLITICAL.BIZ-News gefallen, tun Sie mir bitte einen Gefallen und leiten Sie diese weiter.
Falls Ihnen diese GEOPOLITICAL.BIZ-News schon weitergeleitet wurden und Sie in Zukunft keine verpassen wollen, können Sie diese hier abonnieren: Kostenloser Online Newsletter
22. Juni 2009
Die Lösung: KarstadtOpel AG
In der abgelaufenen Woche hatte ich eine Vielzahl von Geschäftsterminen in Frankfurt, unter anderem auch mit einigen Agenturen bezüglich der Gestaltung und Umsetzung von Werbematerialien. Derartige Flyer, Visitenkarten, Sonderdrucke, Online Kampagnen usw. kosten natürlich immer eine Stange Geld, aber sind enorm wichtig. Gerade auch in Krisenzeiten.
Warum erzähle ich Ihnen das jetzt? Ganz einfach, stellen Sie sich vor, ich muss meinen Werbeetat und mein Medienbudget noch aus meiner eigenen Tasche bezahlen! Eigentlich schön blöd hab ich mir nun gedacht, nachdem ich gelesen habe, wie intelligent das andere machen.
Bundesadler oder Pleitegeier
Ich habe vor kurzer Zeit einmal geschrieben, dass ich es als absolut positives Signal für Deutschland werte, dass Karstadt nicht gerettet wird. Ja von wegen, da hab ich mich mal sauber getäuscht, weil nämlich Insolvenz etwas ganz anderes als Pleite ist, vor allem bei Traditionsunternehmen. Aber natürlich nicht bei Traditionsunternehmen aus dem Mittelstand! Bei ersteren kommt – frei nach Westerwelle - der Bundesadler, bei letzteren der Pleitegeier.
Eine Staatsbürgschaft für einen Versandhauskatalog
Die bayerische Staatsregierung will dem insolventen Fürther Versandhaus Quelle nun mit einer Bürgschaft über knapp 21 Millionen Euro helfen. Damit soll der Druck des Winterkatalogs ermöglicht werden. So ein Quatsch wirklich. Natürlich wird diese Bürgschaft wohl von der glorreichen Bayerischen Landesbank gewährt. Ob nun Banken Geld drucken, was irgendwann nichts mehr wert sein wird, oder ob Banken Kredite vergeben damit gescheiterte Unternehmen mit diesem Geld einen Katalog drucken ist langsam auch schon egal aus meiner Sicht.
Das Märchen von der „Geordneten Insolvenz“
Ich denke das ist jetzt eine „Geordnete Insolvenz“ von der Herr zu Guttenberg immer gesprochen hat. Toll wirklich was für eine Ordnungspolitik! Wann haben Sie zum letzten Mal in einem Versandhaus-Katalog geblättert? Ich gebe in der Regel das Produkt immer bei google oder amazon ein und dann bestelle ich Online. So machen das anscheinend viele andere Konsumenten auch und deswegen ist das Geschäftskonzept von Arcandor mit seinen Innenstadt-Kaufhäusern namens Karstadt oder auch der Quelle-Versand nicht mehr wettbewerbs- und schon gar nicht zukunftsfähig. Selbst wenn man dort auch schon Online bestellen kann. Aber warum gibt es bei Amazon oder ebay eigentlich keinen gedruckten Katalog?
Mein Vorschlag - Fusioniert Karstadt mit Opel zur KarstadtOpel AG
Das würde beispielsweise bedeuten, Karstadt übernimmt die Fabrikhallen der Opel-Werke auf der freien Wiese und errichtet zukunftsfähige Shoping-Malls nach Amerikanischem Vorbild. Opel hingegen verlagert seine Produktionsstätten in die Karstadt-Einkaufshäuser in den Innenstädten mit integriertem Auto-Direktverkauf.
Das Beste ist natürlich, es kann ein gemeinsamer Katalog erstellt werden und somit der Steuerzahler deutlich entlastet werden. Das nenne ich Synergieeffekt.
Finaler Rettungsschuss statt Geordneter Insolvenz!
Mein Motto für die richtige Vorgehensweise bei derartigen Schrott-Unternehmen und Total-Versagern ist somit der „Finale Rettungsschuss“ anstatt der „Geordneten Insolvenz“. Auf Deutsch: zu den Laden, abwickeln und Schluss (vor allem mit weiteren Steuergeldverschwendungen)!
Was bedeutet das für Sie als Anleger?
Zurück zum Ernst der Lage! Ganz einfach, die Gefahr, dass sich die Bundesrepublik Deutschland ebenfalls auf einem Weg in die „Geordnete Insolvenz“ befindet nimmt immer stärker zu, bei derartigen ordnungspolitischen Fehlsteuerungen. Die Währungsreform des 21. Jahrhunderts wird nicht diesen Namen tragen, aber die Selben Auswirkungen mit sich bringen. Nämlich einen enormen Kaufkraftverlust von Vermögenswerten von Bürgern, welche in Papiergeld angelegt sind. Ebenso wird diese Währungsreform nicht “schlagartig”, stichtagsbezogen kommen wie bereits zwei Mal im 20. Jahrhundert, sondern schleichend von statten gehen.
Vielleicht wird ja auch eines Tages eine Werbeagentur damit beauftragt, einen pfiffigen und beruhigenden Namen dafür zu finden. Also anstatt Währungsreform beispielsweise „Money-Rebalancing“.
Ich möchte Ihnen hierzu auch nochmals einen älteren Beitrag von mir zur Lektüre empfehlen: Rettungsschirm: Vergesst Beate Uhse nicht!
Ebenso mein Interview zum Thema: Vermögens- und Kaufkraftschutz auf n-tv
Ihr
Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ
www.markus-miller.com oder
www.geopolitical.de
P.S.: Wenn Ihnen die GEOPOLITICAL.BIZ-News gefallen, tun Sie mir bitte einen Gefallen und leiten Sie diese weiter.
Falls Ihnen diese GEOPOLITICAL.BIZ-News schon weitergeleitet wurden und Sie in Zukunft keine verpassen wollen, können Sie diese hier abonnieren: Kostenloser Online Newsletter
15. Juni 2009
Risiko oder Mono-Oligopoly?
Wenn man bei google derzeit „Bank Monopoly“ eingibt, dann kommen über 5,6 Millionen Begriffe. Auch in den Medien fällt der Begriff Monopoly im Zusammenhang mit der Banken und Wirtschaftskrise unglaublich oft. Dabei ist dies aus meiner Sicht gar nicht angebracht. Vielen Bankvorständen oder Managern im Allgemeinen wird beispielsweise auch weiterhin vorgeworfen, Sie hätten ihre eigentlich verantwortungsvolle Tätigkeit – getrieben durch Renditegier und mangelhaftem Risikomanagement – mit einem Monopoly-Spiel verwechselt.
Staatsbanken oder Bankenstaaten?
Aber das kann so natürlich gar nicht stimmen, zumindest nicht im Bankbereich. Beim Monopoly geht es nämlich darum, dass so lange gespielt wird, bis nur noch einer übrig bleibt. Banken brauchen jedoch immer andere Partner und auch wiederum andere Banken, um Ihre Geschäftskonzepte und das System unserer Finanzwelt überhaupt aufrecht zu erhalten in der heutigen Form der virtuellen Papiergeldschöpfung. Auch das Wort „Gelddrucken“ stimmt beispielsweise im Zusammenhang mit den enorm steigenden Staatsverschuldungen nur noch sehr bedingt. Im Prinzip wird das Geld nicht einmal mehr gedruckt, sondern es entsteht virtuell als Digitale-Zahlen auf Bildschirmen, welchen man auf Knopfdruck einfach ein paar zusätzliche Nullen anhängen kann. Dies ist auch kein Monopol, sondern zumindest ein Oligopol zwischen Banken und Staaten. Auch wenn die Banken wiederum teilweise Staatsbanken oder Zentralbanken sind.
Oligopoly statt Monopoly
Im Prinzip bin ich auch der Ansicht, dass einige Banken und auch die Politik ganz bewusst eben nicht Monopoly gespielt haben, sondern Oligopoly. Gerade der Fall der US-Amerikanischen Bank Lehman Brothers war sicherlich von einigen Marktteilnehmern gewollt oder zumindest billigend in Kauf genommen worden, um das eigene, dann kleinere Oligopol für die Zukunft zu stärken und Marktanteile zu gewinnen. Auch wenn vielleicht die dramatischen Folgen und Dominoeffekte im Nachhinein komplett falsch beurteilt und unterschätzt wurden in ihren Auswirkungen. Vielleicht sind wir auch auf dem Weg, dass manche Branchen zwar aussehen wie Oligopole, aber in Wirklichkeit längst Quasi-Monopole sind. Praktisch dass Oligopol als Monopol oder anders ausgedrückt ein Mono-Oligopol.
Mann kann dies dann durchaus auch Kartell nennen, aber Kartelle sind nun einmal nicht erlaubt, darum sorgt man einfach für ein wenig Pseudoökonomischen Begriffswirrwar und keiner merkt mehr was.
Welches alte Brettspiel passt also viel besser als Vergleichsbeispiel?
Dazu muss ich jetzt einmal ein wenig weiter ausholen. Auch wenn manche die mich näher kennen es vielleicht nicht glauben mögen, aber ich war in meiner Kindheit in der Schönstatt-Jugend und wir hatten dort wöchentliche Treffen bei welchen wir vor allem Brettspiele gespielt haben.
Übrigens für alle die diese Bewegung nicht kennen hier die Internetadresse, auf der auch ich heute nach all den Jahren oder besser Jahrzehnten zum ersten Mal war. Damals gab es natürlich auch noch kein Internet: www.schoenstatt.de.
Ja was für ein langweiliger Unterschied zur heutigen Jugend, aber ich fand das immer klasse und statt Komasaufen oder Kiffen haben wir Brettspiele gespielt. Ich habe dort allerdings nie in der Monopoly-Gruppe gespielt, weil mir dieses Spiel nie gefallen hat. Wissen Sie welches Brettspiel ich Stundenlang gespielt habe?
Risiko – Natürlich ein strategisches Kriegsspiel!
Risiko kann als das erste neuzeitliche Strategiespiel unter den Brettspielen bezeichnet werden, da Strategie und diplomatisches Handeln (das war schon damals meine Schwäche) in der weitestgehend vereinfachten Kriegssimulation überwiegend den Spielausgang entscheiden. Es ist übrigens damit auch ein Vorläufer der heute verbreiteten rundenbasierten Computer-Strategiespiele.
Bei Risiko ging es jetzt nicht immer nur darum die Welt zu erobern. Nein, man konnte den Auftrag haben auch nur einen bestimmten Gegner zu vernichten oder ein bestimmtes Gebiet zu erobern. So konnte es passieren, dass ein Mitspieler zwar fast die ganze Welt erobert hat, aber ein anderer gewann, weil ein bestimmter Gegner vernichtet, oder ein bestimmtes strategisches Eroberungs-Ziel erreicht wurde. Diese Konstellation erinnert mich viel stärker an die derzeitigen Politischen, vor allem Geopolitischen und Wirtschaftlichen Planspiele und Szenarien in unserer Globalisierten Welt.
Krieg ist wie die Schwerkraft
Vielleicht sollte man mal Politiker oder Manager fragen, welches Spiel Sie in der Kindheit gespielt haben, Monopoly oder Risiko. Ich denke jedenfalls „Risiko-Spieler“ haben klar die besseren Grundvoraussetzungen in Sachen Strategie und Taktik, vor allem auch allein schon deswegen, weil da mehr Krieg dabei ist, ganz nach meiner Ansicht: Vermögensmanagement ist Krieg! Ich bin natürlich alles andere als ein Pazifist, ich habe nur immer noch deren naive Aussagen und Parolen im Kopf beispielsweise: „stellen Sie sich vor es ist Krieg und keiner geht hin“. Der wichtigste Trieb des Menschen ist nicht der Sexualtrieb und auch nicht der Steuerspartrieb. Es ist der Selbsterhaltungstrieb. Darum stellen Sie sich mal diese Pazifisten-Frage in adaptierter Form: „Stellen Sie sich vor es ist Krieg, Sie müssen mitmachen aber wehren sich nicht!“ Es bringt genauso wenig gegen Krieg zu sein, wie wenn Sie gegen die Schwerkraft sind! Sie werden damit leben und vor allem dafür kämpfen müssen in vielen Bereichen um zu überleben oder erfolgreich zu sein!
Ihr
Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ
www.markus-miller.com oder
www.geopolitical.de
P.S.: Wenn Ihnen die GEOPOLITICAL.BIZ-News gefallen, tun Sie mir bitte einen Gefallen und leiten Sie diese weiter.
Falls Ihnen diese GEOPOLITICAL.BIZ-News schon weitergeleitet wurden und Sie in Zukunft keine verpassen wollen, können Sie diese hier abonnieren: Kostenloser Online Newsletter
10. Juni 2009
Heinz Brestel – Ein Nachruf von Markus Miller
Heute möchte ich meinen Blog jemandem widmen, dem ich sehr viel zu verdanken habe, vor allem in meiner Startphase der Selbständigkeit. Sie alle kennen sicherlich das Zitat „Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen ganzen Monat für Geld zu arbeiten.“ Dieser Satz stammt vom Wirtschaftsjournalisten Heinz Brestel. Jeder der in der Finanzwelt tätig ist, kennt Heinz Brestels Beiträge sicherlich aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) oder aus seinen zahlreichen Büchern, Publikationen und Geldseminaren. Auch nach seinem offiziellen Ruhestand im Jahr 1987 blieb er weiterhin als Journalist und Autor tätig. Bis vor wenigen Jahren schrieb Heinz Brestel im Wirtschaftsteil der FAZ noch seinen legendären „Blick aus Zürich“. Auch sein „Jahrbuch für Kapitalanleger“ war legendär und Vorbild vieler Wirtschaftsautoren, welche sich an seinen Konzepten und Modellen orientierten.
Heinz Brestel 1922 - 2009
Leider ist Heinz Brestel am 16. April 2009 in seiner geliebten Wahlheimat dem Tessin im – gesegneten – Alter von 86 Jahren im Kreise seiner Angehörigen verstorben.
Heinz Brestel war - nicht nur für mich - ein Finanzjournalist der ersten Stunde, welcher es verstand seinen Lesern die komplexe Welt der Wirtschaft und Finanzen mit einer verständlichen und lebendigen Sprache einfach zu vermitteln.
Ich habe Heinz Brestel zum ersten Mal persönlich in Zürich kennen gelernt im Jahre 2003 als ich noch für meinen damaligen Arbeitgeber die Raiffeisenbank Kleinwalsertal und die Raiffeisen Bank Liechtenstein tätig war. Wir haben damals gemeinsame Anlegerseminare organisiert in der Schweiz, Liechtenstein und Österreich mit Heinz Brestel als Hauptreferent. Diese Seminare und die Zusammenarbeit mit Heinz Brestel waren für mich persönlich unglaublich lehrreich und wertvoll, vor allem wenn ich mir nun das ganze in der Retrospektive betrachte. Nicht nur vom Fachlichen, sondern vor allem auch von der Sozialen Kompetenz und Menschlichkeit Heinz Brestels im Umgang mit seinen Lesern und Zuhörern.
Leser sind Mandanten
Ich habe damals Heinz Brestel in Zürich von meinem damaligen Arbeitgeber berichtet, unseren Konzepten und Dienstleistungen und er hat danach in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung einen Bericht über „unsere Bank“ gemacht. Dies hat dazu geführt, dass wir – fast schon unglaublich viele – Neukunden gewonnen haben. Bei allen Neukundengewinnungsaktionen und Akquisitionskonzepten nach diesem für Banken so wichtigen, „fresh money“ welche ich mittlerweile umgesetzt und beobachtet habe, war die Zusammenarbeit mit Heinz Brestel für mich als - damaligen Private Banker – mit Sicherheit eine der besten rein nach gewonnenem Volumen, aber vor allem eine der nachhaltigsten und fairsten. Diese Wichtigkeit der Nachhaltigkeit und der Verantwortung gegenüber dem Leser, Mandanten oder Kunden ist mir in der Zusammenarbeit mit Heinz Brestel am meisten in Erinnerung geblieben.
Später – nach meiner Bankzeit - hatte ich dann die Ehre, gemeinsam mit Heinz Brestel für einen Schweizer Wirtschaftsbrief zu arbeiten und wir haben uns sehr oft ausgetauscht, was für mich wie gesagt unglaublich wertvoll war. Das letzte Mal habe ich Heinz Brestel vor knapp 2 Jahren in Zürich besucht und er war trotz seines fortgeschrittenen Alters nach wie vor voller Tatendrang und hat mich durch Kontakte und Ratschläge immer unterstützt. Ebenso unterstützte mich Heinz Brestel bei meinem ersten Buch „Geopolitische Vermögenssteuerung“ sehr aktiv über ein Testimonial und eine Buchbesprechung von ihm in der FAZ. Dieses Testimonial (Dieses Buch von Markus Miller ist geldwert) habe ich damals am Beginn meiner Selbständigkeit voller Stolz als eine der ersten Seiten online gestellt auf GEOPOLITICAL.BIZ.
Für diese Unterstützung – in einer für mich damals nicht einfachen Zeit – möchte ich mich auf diesem Wege nochmals – leider nun postmortal - recht herzlich bedanken. Ich persönlich verneige mich vor der wertvollen Lebensleistung dieses einzigartigen Wirtschaftsjournalisten, aber vor allem erfahrenen Menschen und werde die Gespräche mit Ihm und den für mich so wertvollen Austausch sehr vermissen. Ich werde seine Worte und Ratschläge jedoch nachhaltig in Erinnerung behalten.
Auf Wiedersehen und herzlichen Dank für alles Herr Brestel und vielleicht können Sie ja dort wo Sie jetzt sein mögen mit Herrn Kostolany auch weiterhin ein wenig fachsimpeln!
Ihr
Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ
www.markus-miller.com oder
www.geopolitical.de
P.S.: Wenn Ihnen die GEOPOLITICAL.BIZ-News gefallen, tun Sie mir bitte einen Gefallen und leiten Sie diese weiter.
Falls Ihnen diese GEOPOLITICAL.BIZ-News schon weitergeleitet wurden und Sie in Zukunft keine verpassen wollen, können Sie diese hier abonnieren: Kostenloser Online Newsletter
4. Juni 2009
Glauben Sie an die Kakerlaken-Theorie!
In meinen aktuellen Vorträgen gebe ich meinen Zuhörern ja auch fortlaufend Tipps und Erfahrungswerte aus meiner Praxis weiter. Zu einer dieser Empfehlungen habe ich auch bereits einmal einen Beitrag gemacht mit dem Titel: Strategie - Vermögensmanagement ist Krieg!
Weitere Handlungsempfehlungen in meinen Vorträgen sind beispielsweise:
+ Globalisierung und Internationalisierung ist für Ihr Leben das, was für die Physik die Schwerkraft ist. Sie können nicht dafür oder dagegen sein, Sie müssen damit leben und vor allem handeln
+ Anlage und Risikomanagement = Management von Komplexität
+ Werden Sie sich bewusst, welche Risiken Sie tragen können, emotional und monetär
+ Denken und handeln Sie grenzüberschreitend. Nicht alle Eier in einen Korb legen reicht nicht mehr – Die Körbe brauchen auch unterschiedliche Transportzeiten- und Wege. Nutzen Sie mehrere Strategien und Produkte für Ihr Vermögens- und vor allem Risikomanagement.
+ Erlernen Sie im Vermögensmanagement den Unterschied zwischen Strategie und Taktik. Denken und handeln Sie MILITÄRISCH!
+ Glauben Sie an die Kakerlaken-Theorie!
+ Kein RISIKO einzugehen birgt für Sie die Gefahr langfristig das RISIKO deutlich zu erhöhen. Hinterfragen Sie Sicherheiten (Scheinsicherheiten?)
+ Denken Sie über Grenzen hinaus, in mehreren Dimensionen und Ebenen. Handeln Sie aber auch so und nutzen Sie unterschiedliche Anbieter, Länder, Rechtsräume und Strukturen!!!
+ Flexiblisieren Sie Ihr Vermögen – Vielleicht wandert es eines Tages mit Ihnen aus
+ Ummanteln Sie Ihr Vermögen steuerkonform!
+ Das Steuern ist wichtiger als die Steuern!!!
+ Organisieren Sie Ihr Leben so, als ob Sie ewig Leben – Strukturieren Sie aber Ihr Leben aber so, als ob Sie morgen sterben
Eine – aus meiner Erfahrung effizientesten Strategien – ist die der Beachtung der Kakerlakentheorie.
Die Kakerlakentheorie – Perfekt für Wirtschaftsnachrichten
Eine Kakerlake ist bekanntlich eine „Gemeine Küchenschabe“ die vor allem durch ihre Lebensweise in menschlichen Behausungen als sogenannter Vorratsschädling bekannt ist. Ich bin ja nun allerdings kein Restauranttester, sondern allenfalls ein Bankentester. Aber auch hier geht es um Ihre Vorräte nämlich Ihr Vermögensvorräte. Die Finanzkrise hat hier eine Vielzahl von Kakerlaken hervorgebracht, welche sich an Ihrer Vorratskammer bedient haben oder Ihr Wertpapierdepot verseucht haben.
Die Kakerlakentheorie besagt nun im Grundsatz - im übertragenen Sinne - folgendes: Wo es eine Kakerlake gibt, da gibt es noch mehr, da Kakerlaken niemals alleine anzutreffen sind!
Mit anderen Worten, wenn ein Unternehmen, ein Politiker, ein Land, ein Manager oder ein Mensch im Allgemeinen Probleme hat und diese auch bekannt gibt, dann haben vergleichbare Unternehmen oder Menschen vielleicht die gleichen Probleme. Oder aber nicht alle Probleme liegen auf dem Tisch und sind bekannt, so wie man auch zunächst meist nur eine Kakerlake in der Küche findet. Eines der besten Beispiele ist hierfür die Schweizer Bank UBS. Hätte man bei der ersten negativen Nachricht nach der Kakerlakentheorie gehandelt und sofort seine Aktien beispielsweise verkauft, dann wäre einem als Aktionär viel erspart geblieben. Die Kommunikationspolitik der schlechten Nachrichten der UBS lief nämlich nach einer Salamitaktik ab und wurde scheibchenweise verkündet. Nicht einmal aus Strategischen Überlegungen heraus, sondern weil man erst nach und nach weiter Kakerlaken entdeckt hat. Für derartige Vorgänge und Abläufe gibt es eine Vielzahl an weiteren Beispielen. Darum denken Sie einfach bei schlechten Nachrichten an die Kakerlakentheorie in Zukunft.
Auch Kakerlaken haben sich Globalisiert
Übrigens heute ist die Kakerlake als Geo- und Kosmopolit weltweit verbreitet und selbst auf abgelegenen Inseln anzutreffen. Ebenso haben Kakerlaken schon vor den Dinosauriern gelebt und alle überlebt. Kakerlaken besitzen nämlich eine enorme Widerstandsfähigkeit, so wurden noch Schaben nach Atombombentests auf dem Bikini-Atoll gefunden. Die einzige Ausnahme bilden die polaren Gebiete der Arktis und Antarktis, wo es für die Tiere zu kalt ist.
Im übertragen Sinne bedeutet das wiederum auch für Ihr Vermögensmanagement, bringen Sie zumindest Teile davon dorthin, wo es den „Finanzkakerlaken“ ebenfalls zu kalt ist
Ihr
Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ
www.markus-miller.com oder
www.geopolitical.de
P.S.: Wenn Ihnen die GEOPOLITICAL.BIZ-News gefallen, tun Sie mir bitte einen Gefallen und leiten Sie diese weiter.
Falls Ihnen diese GEOPOLITICAL.BIZ-News schon weitergeleitet wurden und Sie in Zukunft keine verpassen wollen, können Sie diese hier abonnieren: Kostenloser Online Newsletter
2. Juni 2009
5 Minuten – Das System unserer Finanzwelt!
Ich habe in den letzten Monaten unzählige Experten-Studien gelesen und selbst Berichte geschrieben zur Finanzkrise, dem Vermögensschutz, den Systemrisiken und so weiter und so fort. Sie vielleicht auch. Aber nun bin ich auf ein Online-Video gestoßen, welches mich wirklich in seiner Einfachheit der Darstellung begeistert. Komplexe und kryptische Begründungen habe ich genug gehört und gelesen. Der nachfolgende Animations-Beitrag veranschaulicht für Laien - aber gerade auch für gestandene Banker und Vermögensberater - wie es funktioniert, dass Banken Geld welches sie von ihren Kunden eingesammelt haben, scheinbar so wundersam vermehren können. Vor allem zeigt diese Videoanimation, wie Geldmenge, das virtuelle Geld, der Wert der gehandelten Waren und Leistungen, Kredite, Zentralbanken und die Sicherheitsreserve zusammenhängen.
Es ist weit mehr virtuelles Papiergeld im Umlauf als effektives Geld in Münzen oder Scheinen. Mit diesen Virtuellen Werten arbeiten vor allem Banken aber natürlich indirekt auch Sie, nämlich mit Ihren Vermögenswerten. Vor allem dann, wenn Sie Ihr Vermögen nicht rein in Sachwerte investieren. Dann vertrauen auch Sie einem System Ihr Vermögen an, welches gerade in Krisenzeiten latent und revolvierend vor einem Stresstest steht. Derzeit scheint dieser Systemkollaps abgewandt, aber das System und das Spiel bleibt dasselbe.
game over – Wie sicher ist dann Ihr Vermögen?
Das wichtigste, was Sie als Vermögensinhaber und Kapitalanleger daher niemals vergessen sollten, ist der Fakt wie wenig es braucht um dieses System nach wie vor zum Zusammenbruch und somit zum „Spielende“ zu bewegen!
Banken können in der Tat Geld vermehren. Wie das funktioniert, zeigt das “Spiel des Geldes”. Die Quarks Redaktion des WDR hat diesen Animationsfilm „das Spiel der wundersamen Geldvermehrung“ durch Banken wirklich perfekt aufbereitet in einem 5 Minuten Beitrag, sodass jeder das System der Geldvermehrung, das noch bis vor kurzem so wunderbar funktioniert hat, verstehen kann. Behalten Sie dieses Video als Warnung immer im Hinterkopf, falls Sie Gefahr laufen, zu leichtsinnig in Ihrem Vermögens- und vor allem Risikomanagement zu werden.
VIDEO: Die Wundersame Geldvermehrung
Ihr
Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ
www.markus-miller.com oder
www.geopolitical.de
P.S.: Wenn Ihnen die GEOPOLITICAL.BIZ-News gefallen, tun Sie mir bitte einen Gefallen und leiten Sie diese weiter.
Falls Ihnen diese GEOPOLITICAL.BIZ-News schon weitergeleitet wurden und Sie in Zukunft keine verpassen wollen, können Sie diese hier abonnieren: Kostenloser Online Newsletter
26. Mai 2009
Opas Altlasten - Entschwarzgeldfizierung!
Eine meiner Publikationen mit dem Titel „Legalisiert Schwarzgeld“ bezog sich auf eine mögliche Steueramnestie der Bundesregierung für Schwarzgeldsünder. Diese Vorgehensweise hätte aus meiner Sicht Vorteile für alle Teilnehmer unserer Gesellschaft. Allerdings ist eine Steueramnestie kurz vor der Bundestagswahl mit einem Finanzminister Per Steinbrück derzeit soweit entfernt, wie die Erde vom Mond. Ich bin dennoch der Meinung, dass bei einem Wahlsieg des Konservativen Lagers (CDU, CSU und vor allem bei deutlichen Stimmzuwächsen der FDP) eine derartige Gesetzgeberische Steuerungs-Maßnahme möglich sein wird. Es ist aber auch wichtig, dass sich vor allem Erben von Schwarzgeldern über die mögliche Problematik Gedanken machen, bevor es ein böses Erwachen gibt. Auch hier ist aus meiner Sicht eine „Private Schwarzgeld-Legalisierung“ der richtige Weg zurück in die Steuerehrlichkeit.
Erbschaft: Es ist ein Schwarzgeld-Depot!
Vor allem für Erben kann ein Todesfall mitunter eine nicht unerhebliche Konfliktsituation mit sich bringen, wenn diese feststellen, dass Opas Schweiz Depot in der Vergangenheit in keiner Steuererklärung aufgetaucht ist.
Sie müssen sich als Erbe bewusst sein, dass Sie als Rechtsnachfolger zum einen eine richtige Erbschaftssteuererklärung abgeben müssen und hierbei – bei bekannt werden derartiger Schwarzgeldkonten - dem Finanzamt bisher unbekannte Vermögenswerte offenbart werden müssen. Sie trifft als Erben und somit Rechtsnachfolger ebenso die Pflicht, unrichtige Steuererklärungen Ihres Rechtsvorgängers, also beispielsweise des Opas, zu berichtigen. Ansonsten machen Sie sich strafbar! Hatte oder konnte der Opa als Erblasser keine Steuererklärung mehr abgegeben vor seinem Tod, geht ebenso die Pflicht zur Abgabe der noch offenen Steuererklärungen auf Sie als Erben über.
Auf deutsch und in der Praxis bedeutet das folgendes: Hat also beispielsweise Ihr Opa in der Vergangenheit Steuern hinterzogen und Schwarzgeld-Vermögenswerte aufgebaut, können Sie als Erbe zunächst grundsätzlich nicht steuerstrafrechtlich belangt werden. Sie haften ja nicht für Vergehen Ihres Opas. ABER!:
Diese Konstellation kann sich jedoch schnell verändern, nämlich dann, wenn Sie als Erbe positive Kenntnis von den Hinterziehungshandlungen Ihres Opas haben. In diesem Fall haben Sie als Erbe und Gesamtrechtsnachfolger die Verpflichtung, unrichtige oder unvollständige Steuererklärungen zu korrigieren. Unterlassen Sie als Erbe diese Korrektur innerhalb einer angemessenen Frist, so begehen Sie durch dieses Nichthandeln selbst einen Verstoß gegen das Steuerrecht und werden somit – oftmals auch vollkommen unbeabsichtigt – Steuerhinterzieher durch Unterlassung Ihrer Berichtigungspflicht.
Ich habe jetzt in diesem Zusammenhang nur sehr wenige Praxisfälle miterlebt und hier waren die Finanzämter noch gnädig in einem mir bekannten Fall, den ich im Prinzip oben beschrieben habe. Die Berichtigungspflicht besteht für den Erben natürlich nur dann, wenn dieser eine konkrete Kenntnis von der Steuerverkürzung des Opas hatte. Sie sind als Erbe natürlich auch nicht dazu verpflichtet, extra nach Verfehlungen Ihres Opas zu forschen. Das Finanzamt hat dies also nicht als Verfehlung gewertet. Aber dieser Fall liegt auch schon einige Zeit zurück und mittlerweile werden Steuervergehen eben weit restriktiver verfolgt und geahndet. Aus meiner Sicht ist es eben schon so, dass beim auftauchen einen Auslandsdepots im Nachlass - gerade in Ländern wie der Schweiz, Österreich oder in Liechtenstein - einmal nachgeschaut werden sollte, ob diese Vermögenswerte steuerpflichtig waren und ob diese in den Steuererklärungen angegeben wurden.
Schwarz oder Weiß? – Ein Zebra ist nicht möglich!
Der sicherlich sauberste Ausweg, also die Entschwarzgeldfizierung aus dieser Situation besteht für Sie als Erben darin, dass Sie diesen Sachverhalt gegenüber Ihrem Finanzamt korrigieren. Dazu müssen Sie die – steuerlichen – Verfehlungen Ihres Opas offenbaren.
Hier gibt es allerdings in der Praxis unglaublich viele Fallstricke, vor allem dann wenn es mehrere Erben sind. Die Berichtigungspflicht betrifft logischerweise jeden Erben, der Kenntnis von den unrichtigen Angaben – beispielsweise des Opas - hatte. Aus meiner Erfahrung kommt es gerade bei diesem Punkt oftmals unter Geschwistern oder auch Erbengemeinschaften zum Streit. Beispielsweise: Sie als Erbe möchten die Vermögenswerte gerne offenbaren, Ihr Bruder möchte aber das Schwarzgelddepot (beziehungsweise seinen Anteil) in der Schweiz so weiterführen und beibehalten.
Berichtigen Sie also den Sachverhalt, so betrifft dies auch die übrigen Erben, zumindest im strafrechtlichen Sinne. Also es ist nicht möglich oder gar empfehlenswert, dass ein Erbe seinen Anteil deklariert und der andere nicht. Die Berichtigungspflicht betrifft übrigens natürlich nur Sachverhalte, die nicht bereits verjährt sind. Im Falle der Steuerhinterziehung gilt ein Zeitraum von zehn Jahren, bevor eine Verjährung eintritt. Liegt die Steuerhinterziehung dagegen länger zurück, haben Sie nichts mehr zu befürchten.
1o Jahre – ach da war doch noch was liebes Finanzamt!
Das ist jetzt kein grundsätzlicher Tipp von mir, sondern eine Erkenntnis aus meiner langjährigen, Internationalen Banktätigkeit, beziehungsweise von Informanten aus dem Steuerberatungs- und Anwaltsbereich aus meinem Experten-Netzwerk.
Es gibt sehr wohl einige Erben, die plötzlich 10 Jahre nach dem Tod des Opas ein Depot in der Schweiz entdecken, welches in diesen vergangenen 10 Jahren keine – steuerlichen – Zuflüsse mehr hatte, die entsprechende Umschichtung in derartige Produktstrukturen aber teilweise nach dem Tod des Opas erfolgten! Tja ein Schelm, wer glaubt – zumindest gute - Schweizer Bankberater machen keine auf deutsches Steuerrecht abgestimmte Beratungen. Gold hat übrigens auch diese idealen Eigenschaften. Keine Zuflüsse (Gold zahlt weder Zinsen noch Dividenden), ist dadurch nach einem Jahr weiterhin Abgeltungsteuerfrei und nach 10 Jahren ist somit Opas Steuervergehen verjährt!
Mein Fazit
Egal wie Sie sich als Erbe von nicht deklarierten Vermögenswerten entscheiden, Sie sollten sich den möglichen Auswirkungen Ihrer Entscheidung bewusst sein. Gerade bei Erbengemeinschaften ist es zwingend erforderlich, dass hier eine einheitliche Meinung gebildet wird, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden. Und selbst dann bestehen noch Gefahren. Ich kenne aus der Praxis einen Fall, in welchem ein Erbe Jahre nach der Erbschaft eines Schwarzgelddepots eine Selbstanzeige gemacht hat, ohne das mit seinem Bruder als Miterben abzustimmen. Die Folge war, dass der Bruder eine Strafanzeige wegen Steuerhinterziehung erhielt. Gerade bei hohen Vermögenswerten ab einer Million Euro, kann dies mittlerweile dazu führen, dass Ihr Bruder sich auf einmal im Knast wieder findet.
Unterschätzen Sie also die Komplexität und Folgewirkungen in diesem Bereich nicht. Ich kann Ihnen grundlegend zu zwei Wegen raten. Suchen Sie einen Weg – es gibt viele unterschiedliche – zurück in die Legalität und Steuerehrlichkeit. Gehen Sie diesen Weg nicht alleine, sondern mit einem kompetenten Fachanwalt für Steuerrecht.
Ihr
Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ
www.markus-miller.com oder
www.geopolitical.de
P.S.: Wenn Ihnen die GEOPOLITICAL.BIZ-News gefallen, tun Sie mir bitte einen Gefallen und leiten Sie diese weiter.
Falls Ihnen diese GEOPOLITICAL.BIZ-News schon weitergeleitet wurden und Sie in Zukunft keine verpassen wollen, können Sie diese hier abonnieren: Kostenloser Online Newsletter
22. Mai 2009
Auswandern aber wohin? – Die Top Standorte!
Wer sich den Gesetzen nicht beugen will, muss die Gegend verlassen, in denen diese Gesetze gelten. Dieses Zitat von Johann Wolfgang von Goethe ist mittlerweile Bestandteil eines jeden Vortrages von mir, da es die konsequenteste Antwort auf ordnungspolitische Fehlsteuerungen ist.
Jahr für Jahr wandern mehr Bundesbürger aus, vor allem in die Schweiz, die USA und – für mich sehr überraschend - nach Polen. 2007 waren es 161.105 Auswanderer und für 2008 dürfte ein neuer Rekord anstehen. In den einschlägigen „Auswanderungssendungen“ wird aus meiner Sicht jedoch meist ein falsches Bild des Wohnsitzwechslers dargestellt. Der „berühmteste“ Deutsche Auswanderer ist dabei sicherlich Conny Reimann, welcher mit seiner Familie in Texas medienwirksam ein neues Leben angefangen hat. Ebenso werden oftmals Menschen und Familien im Fernsehen dargestellt, welche aus einer „Position der Schwäche“ heraus Deutschland verlassen.
Arbeitslosigkeit, fehlende Anerkennung, Fernweh, Hoffnungslosigkeit, Illusionen, Enttäuschung oder wirkliche Flucht sind dabei Hauptmotive welche ich wahrnehme. Ich würde lieber weit mehr Fernsehsendungen und Portraits sehen von Menschen, welche sich im Ausland eine Existenz aufgebaut haben und Karriere machen. Nicht von „Hartz IV Familien“ oder sonstigen „durchgeknallten“, welche mit 1.000 Euro Startkapital nach Spanien auswandern und glauben im Land der unbegrenzten Möglichkeiten angekommen zu sein. Derartiges halte ich für Unverantwortlich, vor allem gegenüber den Kindern.
Wie das anders geht haben beispielsweise unsere Nachbarn die Italiener eindrucksvoll bewiesen. Ich habe mittlerweile einen sehr großen, italienischen Freundeskreis und fast alle haben eines gemeinsam. Die Eltern oder Großeltern meiner Freunde kamen aus ganz armen und strukturschwachen Regionen in Italien. Dort gab es nichts und Sie mussten auch aus Aussichtslosigkeit in ihrer Heimat auswandern, aber Sie hatten Ehrgeiz, Willen, Talente, Anpassungsfähigkeit und bildeten sich weiter und passten sich auch an im Ausland. Dadurch wurden sie im Ausland erfolgreich. Unterstützung in Ihrer strukturschwachen Heimat Italien wie „Agrarsubventionen“ oder derartigen Blödsinn bekamen diese beispielsweise nicht.
Deutschland – Das Land der unbegrenzten Sozialleistungen für unwillige!
Das sind für mich die klassischen, nachahmenswerten und vorbildhaften Auswanderer nicht die Leistungsschwachen- und unwilligen, welche glauben im Ausland ist es leichter, aber auf einmal merken diese, wie toll das Heimatland der unbegrenzten Sozialleistungen doch ist. Viele Deutsche – gerade auch aus diesen Fernsehsendungen – wandern zwar mit großen Träumen aber wenig Sachverstand aus. Genauso kommen sie dann eines Tages wieder zurück.
Bildung, Leistung - Leistung, Bildung
Leistungsträger wie Theo Müller (Müller Milch), Michael Schumacher, Otto Beisheim (Metro), aber auch allgemeiner gesprochen gebildete und leistungswillige Menschen, welche proaktiv aus einer Position der Stärke (unabhängig, gebildet und willig) ihr Glück im Ausland suchen sind für mich jedoch die typischen Auswanderer. Vor allem Menschen die einem Land und einer Gesellschaft „Weh tun“ wenn Sie gehen. Sei es weil Wissen oder Kapital mitgeht.
Wegzug aus Gründen der Steuergesetzgebung
Die Eltern und Großeltern meiner Italienischen Freunde haben also Ihre Heimat verlassen, weil diese einfach arm und öde war, ohne Zukunft für junge Menschen. Deutschland hingegen entwickelt sich zu einem Land, welches auch arm und öde wird, vor allem für Vermögensinhaber, welche sich meist in harter, ehrlicher Arbeit und unter großem Verzicht ihr Vermögen absolut legitim erworben haben. Die Steuerlichen Rahmenbedingungen werden sich aus meiner Sicht in Deutschland jedoch weiter dramatisch verschlechtern. Das ist auch ein wichtiger Grund gerade für Vermögende Privatpersonen die Auswandern unter rein steuerlichen Aspekten. Doch auch hier gilt mein Motto: „Das Steuern ist wichtiger als die Steuern“.
Vor einer Wohnsitzverlagerung ins Ausland rein aus steuerlicher Motivation heraus rate ich dringend ab. Ich kenne einige Fälle, in denen Auswanderer an ihrem steuerlichen Wahldomizil nicht glücklich geworden sind, sei es aufgrund der Wahl eines falschen Standortes und Landes, kultureller Unterschiede und gesellschaftlicher Einsamkeit, fehlender Familiengemeinschaft und Freundeskreise oder auch Sehnsucht nach der Heimat. Auch vor Scheinwohnsitzen ist absolut abzuraten. Einen rein steuerlichen Wegzug gibt es nicht – nur einen tatsächlichen.
Die Krise bringt aber auch einen neuen Trend mit sich: Die Rückwanderer
Die Internationale Wirtschaftskrise verstärkt jedoch auch einen Trend, nämlich den der Rückwanderung nach Deutschland. Das Raphaels-Werk ist mit bundesweit 23 Filialen Deutschlands größter Ratgeber für Auswanderer. Das Raphaels Werk bietet aber auch Informationen und persönliche Beratungen an für einstige Auswanderer, welche nun eine Rückkehr nach Deutschland planen. Laut Aussagen einer Sprecherin des Raphaels Werks verzeichnet man dort derzeit mindestens doppelt so viele Anfragen von potenziellen Rückkehrern wie sonst. Das liegt beispielsweise auch daran, dass Deutsche im Ausland oft befristete Verträge haben. Aufgrund der Globalen Krise fallen diese Arbeitsplätze somit als eine erste wieder weg.
Mein Fazit ist ernüchternd
Die intelligenten, gebildeten, leistungsstarken und leistungswilligen, oder Vermögende welche Geld haben werden tendenziell eher auswandern. Die Schwachen, welche es nicht geschafft haben werden Rückwandern um die Sozialleistungen in Deutschland in Anspruch zu nehmen. Ich könnte es auch so sagen, die Millionäre vertreibt man in die Schweiz und gescheiterte wandern wieder ein!
Das kann und wird auf Dauer nicht funktionieren und wenn hier weiter Fehlsteuerungen seitens der Ordnungspolitik stattfinden, dann kann dies zu einem Teufelskreis werden, mit dramatischen Folgen für unsere Gesellschaft.
Die Top Standorte mit idealen Rahmenbedingungen für Vermögende
Normalerweise beende ich meine Publikationen ja immer mit meinem Fazit. Aber dann hätte ich heute wieder einige Zuschriften bekommen nach der Art „Sie malen immer nur schwarz und sehen alles negativ, aber Alternativen und Lösungen bieten sie auch keine“. Hierzu muss ich sagen, ich bin ja kein Politiker und betreibe keine landesspezifische Ordnungspolitik, sondern ich bin wenn dann ein Geopolitiker.
Legoland und Playmobil
Alles andere ist für mich Legoland und Playmobil. Mir ist es egal wo die Rahmenbedingungen gut sind. Hauptsache irgendwo sind diese gut oder zumindest besser! Opportunismus ist für mich keine negative Eigenschaft!
Die Alternativen – Nr. 1 Schweiz, London Nr. 2 , Singapur Nr. 3
Für Wohlhabende, die nicht an einen Ort gebunden sind, hat der Londoner Vermögensberaters Scorpio Partnership ganz aktuell eine sehr interessante und aus meiner Sicht absolut plausible Studie veröffentlicht. Als entscheidende Faktoren zählen in dieser Studie für die „mobilen Millionäre“ Faktoren wie die wirtschaftliche und politische Stabilität, das Rechtssystem, die Bildung und Infrastruktur.
Zu den mobil orientierten Wohlhabenden zählt Scorpio beispielsweise Ärzte, Anwälte und Unternehmer, die die Mehrheit unter den Reichen in der Welt bilden.
Das Endergebnis: DMSDIS – Der Millionär sucht den idealen Standort
1. Schweiz
2. London
3. Singapur
4. New York
5. Hong Kong
6. Jersey
7. Cayman
8. Isle of Man
9. Monaco
10. Dubai
11. Guenrsey
Mehr Details und die jeweiligen Einzelrankings finden Sie unter folgendem Link: Mobile Wealthy Residency Index
Ihr
Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ
www.markus-miller.com oder
www.geopolitical.de
P.S.: Wenn Ihnen die GEOPOLITICAL.BIZ-News gefallen, tun Sie mir bitte einen Gefallen und leiten Sie diese weiter.
Falls Ihnen diese GEOPOLITICAL.BIZ-News schon weitergeleitet wurden und Sie in Zukunft keine verpassen wollen, können Sie diese hier abonnieren: Kostenloser Online Newsletter
13. Mai 2009
Der Crash nach oben vor dem Aufschwung nach unten!
Wirtschaftsgrippe, Konjunkturpaketfieber, Schweinekrise, Immobilienpest, Bankensterben, Rinderwahnsinn, Steuerwüsten, Abwrackpolitik, Piratenüberfälle, Pleitevögel, der Bundesadler mit Vogelgrippe, der Finanzminister (Per Ouagadougou) mit Steueroasendemenz und Klinsmann als Bayern-Trainer mit allen Symptomen zusammen. Die Zeiten waren wahrlich nicht einfach in den letzten Monaten.
Die Weltbörsen als Vorlaufindikatoren eines scheinbar kommenden Aufschwungs sind in den letzten Wochen ausgebrochen nach oben, aber ich würde da wirklich schon von einem Crash „nach oben“ sprechen, welchem das Fundament der Nachhaltigkeit fehlen dürfte. Ich kann jedenfalls nicht erkennen, wie sich derartig viel positive Phantasie rechtfertigen lässt bei den fundamentalen Rahmenbedingungen und latenten Risiken in unserer vernetzten und beschwichtigten Welt.
G20 – Papierbeschlüsse mit Papiergeld
Den G20 Gipfel bewerte ich aus heutiger Sicht als eine perfekt inszenierte Marketing und Beschwichtigungsveranstaltung für die Bürger der Internationalen Staatengemeinschaften. Nämlich um diese zu beruhigen, oder besser gesagt zu beschwichtigen.
Dieser Gipfel hat für viele - scheinbar - vollkommen überraschend zu einem sehr schnellen Handeln geführt. Jedenfalls auf dem Papier. Auch die Börsen haben diese Entwicklungen deutlich honoriert und derzeit scheint die Krise somit durch diese Papierbeschlüsse - auch mit viel Papiergeld der großen Industrienationen – beherrschbar zu sein. Aus meiner Sicht wurden diese Entscheidungen vor allem deswegen so schnell und scheinbar ohne kontroverse Diskussionen getroffen, weil die Lage der Weltwirtschaft eben dramatisch ist und es keine anderen Alternativen mehr gab. Gerade auch um weitere Vertrauensverluste, welche zum Systembankrott führen könnten zu verhindern.
Globale Appeasement-Politik (Beschwichtigungspolitik)
Ich persönlich fühle mich in vielen Dingen, welche ich von Politikern, Wirtschaftsführen oder anderen Eliten unserer Gesellschaft derzeit wahrnehme beschwichtigt. Also nach dem Motto, das schlimmste ist überstanden, die Krise ist bald vorbei und wann geht es wieder aufwärts. Appeasement-Politk bezeichnet im Allgemeinen die Politik der Zugeständnisse, der Zurückhaltung, der Beschwichtigung und des Entgegenkommens gegenüber Aggressionen (die Finanzmarktkrise und deren Rahmen- und Folgeerscheinungen als Aggressor) zur Vermeidung von Konflikten. Die Ergebnisse, welche der Englische Premierminister Gordon Brown auf dem G20 Gipfel nach so kurzer Zeit abgelesen und vorgetragen hat sind für mich jedoch in meiner Wahrnehmung Beschwichtigung.
Ich warne jedoch vor allem davor, diese überschnelle Entwicklung und deren mögliche Auswirkungen nun zu positiv zu beurteilen. Papier ist geduldig. Aus meiner Sicht wird derzeit viel - durchaus auch positiv zu bewertendes und lobenswertes - theoretisch gesprochen, niedergeschrieben und eben auf Papier gedruckt. Beispielsweise der Maßnahmenplan der G20, Konjunkturpakete oder Hilfspakete für einzelne Branchen oder Firmen. Auch die Bilanzierungspraktiken und Möglichkeiten (speziell der Banken), welche die Ordnungspolitik weiter zulässt sind für mich wirklich ein Witz. Mein Vertrauen in die Systeme schwindet dadurch weiter und ich freue mich eben nicht, dass Banken auf einmal Milliardengewinne machen, nur weil Sie auf einmal anders bilanzieren.
Konjunkturprogrammismus oder Tod
Derartige Maßnahmen sind aus meiner Sicht zu kurzfristig gedacht und werden sich unter Umständen langfristig umso dramatischer rächen. Ebenso werden die weltweiten, politischen Maßnahmen natürlich finanziert durch auf Papier gedrucktes Geld. Aber die Realen, nachhaltigen Effekte oder auch langfristigen Fehlsteuerungsentwicklungen werden erst weit in der Zukunft zu bewerten sein.
Wenn die Maßnahmen greifen, dann wird dass aus meiner Sicht auch nicht zu einem neuen Weltwirtschaftswunder führen, wie mache prophezeien oder besser gar propagandieren, sondern lediglich zur Verhinderung des Totalen Absturzes. Eine Globale Stagnation auf Jahre, mit Deflation - also im Prinzip weltweite, „Japanische Verhältnisse“ - wären dann die Folge. Wenn die Maßnahmen jedoch scheitern müssen Sie mit dem totalen Systemkollaps rechnen, bis hin zu Staatsbankrotten und Währungsreformen. Auch die politischen Auswirkungen werden dann zu spüren sein.
Nach Jahrzehnten einer blühenden Globalisierung und einer Entwicklung der freien Märkte, weniger Staat und mehr Freiheit werden die Regierungen in ihrem Bemühen, die Wirtschaftszyklen wiederzubeleben, ihre Zuständigkeiten aus meiner Sicht weiter deutlich erweitern. Das muss nicht zwangsläufig negativ sein, aber die Gefahren auch für die Freiheit eines jeden einzelnen von uns werden wieder – zumindest in einigen Ländern – zunehmen.
Die geopolitischen Folgen der Finanzkrise
Geopolitik ist die Lehre von der Wechselwirkung geographischer und politischer Gegebenheiten. Die großen Wirtschaftsräume USA, Asien und Europa bilden heute ein so enges Geflecht wechselseitiger Abhängigkeiten wie nie zuvor. Mit dieser Verflechtung vermehren sich die Globalen Risiken, aber natürlich auch die Chancen. Epochale Veränderungen und die Auswirkungen der Globalisierung auf die Finanz-, Gesellschafts- und Lebensbereiche machen dadurch neue, praxisnahe Lösungsansätze und Umsetzungsmodelle erforderlich. Diese sehe ich jedoch nicht. Wer neue Wege geht mit alten Methoden, wird aus meiner Sicht keinen langfristigen und nachhaltigen Erfolg haben. Das ist etwas was ich für mich in meinem bisherigen Leben gelernt habe.
Die derzeitige Krise sollte anders als andere Wirtschaftskrisen der jüngeren Vergangenheit (Neuer Markt, LTCM, Asien Krise, Russland Krise) jedoch in einem größeren Rahmen betrachtet werden. Als die damaligen Blasen platzten, folgte die Geopolitik in allen grundlegenden Aspekten ihren gewohnten Pfaden. Die Weltpolitik basierte weiterhin auf den gleichen Grundsätzen und die Beziehungen zwischen armen und reichen Ländern erfuhren keinen Bruch.
Jetzt erleben wir nicht nur starke Vermögensvernichtungen, sondern auch einen tief greifenden Wandel der Verteilung. Da die Krise aus meiner Sicht vor allem auch in globalen Ungleichgewichten verwurzelt ist, rechne ich durchaus mit der Auflösung dieser Ungleichgewichte und damit auch mit einem zunehmenden Wandel der weltweiten politischen Beziehungen.
G20 = Staatengemeinschafts-Protektionismus?
Gleichzeitig bereitet die angeschlagene Weltwirtschaft für mich auch den Nährboden für Protektionismus und Nationalismus. Das ist auch durch Zahlen – oder aus meiner Sicht Vorlaufindikatoren – belegbar. Seit dem Beginn der Finanzkrise wurden etwa 78 Handelsmaßnahmen vorgeschlagen oder umgesetzt, wovon 66 Handelsbeschränkungen umfassten. Von diesen wurden 47 tatsächlich umgesetzt, unter anderem 17 von den G20 Staaten.
Da diese dramatische Krise die gesamte Welt im Griff hat, sollte aus meiner Sicht auch eine Globale Lösung erfolgen, ich bin aber sehr skeptisch, ob dies funktioniert. Protektionismus und Strategien welche auf Kosten der Nachbarn (also Herr Steinbrücks Weg ist aus meiner Sicht auch eine Art Protektionismus) gehen würde als Alternative jedoch zu Handels- und Wirtschaftskriegen oder mehr Kriegen führen. Auch ein G20-Protektionismus ist dabei der falsche Weg!
Übrigens zu einem meiner letzten Beiträge mit dem Titel: Strategie – Vermögensmanagement ist Krieg hat für einiges – durchaus auch sehr kontroverses – Feedback gesorgt, was ich ja so liebe, da Harmoniebedürftigkeit für mich ein Fremdwort ist.
Darum nochmals die grundlegendsten Aussagen dieser Kunst des Krieges!
+ Im Frieden bereite dich auf den Krieg vor
+ im Krieg bereite dich auf den Frieden vor
+ Die Kunst des Krieges ist für den Staat von entscheidender Bedeutung
+ Sie ist eine Angelegenheit von Leben und Tod, eine Straße die zur Sicherheit oder in den Untergang führt.
+ Deshalb darf sie unter keinen Umständen vernachlässigt werden
Also selbst wenn Sie glauben die Krise ist vorbei und wir haben „Frieden“. Der nächste „Krieg“ kommt bestimmt!
Die Kunst des Krieges finden Sie als PDF zum freien download unter folgendem Link: SUNZI
Ihr
Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ
www.markus-miller.com oder
www.geopolitical.de
P.S.: Wenn Ihnen die GEOPOLITICAL.BIZ-News gefallen, tun Sie mir bitte einen Gefallen und leiten Sie diese weiter.
Falls Ihnen diese GEOPOLITICAL.BIZ-News schon weitergeleitet wurden und Sie in Zukunft keine verpassen wollen, können Sie diese hier abonnieren: Kostenloser Online Newsletter
6. Mai 2009
Standortstrategien - Onshore, Nearshore, Offshore
Zu meinem Beitrag Rechtssysteme statt Steueroasen habe ich sehr viel positives Feedback bekommen, darum möchte ich heute einmal diese Thematik noch weiter ausführen. Schon lange vor der derzeitigen Steueroasendiskussion habe ich diese Philosophie und Strategieempfehlung übrigens in meinem Buch „Geopolitische Vermögenssteuerung“ publiziert.
Die Souveränität eines jeden Staates erlaubt es, seine rechtlichen und bürokratischen Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Betätigung seiner Bevölkerung zu definieren.
Ebenso korreliert damit die Berechtigung eines jeden Teilnehmers dieses Wirtschaftsraumes seine Geschäftsaktivitäten darauf zu adaptieren und auszurichten. Dieses Grundrecht einer freien Volkswirtschaft und eines freien Marktes besteht im regionalen Bereich ebenso wie im internationalen Rahmen.
Outsourcing durch Offshoring und Nearshoring
Nicht nur in den Medien wird das Thema Outsourcing (u.a. Verlagerung von Arbeitsplätzen, Dienstleistungen, Produktionsprozessen und Produktionsstandorten ins Ausland) kontrovers diskutiert. Mit Staunen und Sorgen zugleich werden beispielsweise die Auswirkungen kommentiert, die unsere Arbeitsmärkte heimsuchen, wenn wieder einmal ein Großkonzern Bereiche seiner Produktion nach Asien verlagert (Offshoring) oder in östliche Länder wie Slowenien, Tschechien, Lettland und Weißrussland (Nearshoring) welche äußerst attraktive Rahmenbedingungen bieten.
Jeder Industriebereich kann von diesen Entwicklungstendenzen ein Lied singen. Allein die Tatsache, dass mittlerweile auch der Dienstleistungssektor mit aller Macht von diesen Trends erfasst wird, mag neu und herausfordernd zugleich sein und hier bewahrheitet sich was wir eigentlich längst wissen:
Der Zug der Entwicklung in allen Lebens- und Geschäftsbereichen fährt heute schneller als je zuvor. Wir können uns ihm zwar in den Weg stellen, bremsen werden wir Ihn dadurch aber nicht. Somit gilt es alles dafür zu tun, auch oder gerade im Vermögensmanagement, diesen Zug nicht zu verpassen.
Der Wettlauf um die besten Plätze (Standorte) mag mit harten Bandagen geführt werden, doch es werden auch Instrumente (Dienstleistungen in fremden Ländern), innovative Ideen (Produkte und Gesellschaftsformen) und weitere attraktive Rahmenbedingungen (Know-How, auch Steuern, Geografische Lage, Rechtssicherheit usw.) offeriert, wie der eigene Anschluss sichergestellt werden kann.
Flexibilität und die Bereitschaft umzudenken und neue Wege zu beschreiten, sind häufig die höchsten Hürden, die es dabei zu überwinden gilt. Der Rest (nämlich attraktive Alternativen und Lösungen) werden bereits reichhaltig und vielfältig offeriert.
Investitionen im Ausland = Streuung = Risikomanagement
Outsourcing im Finanzbereich bedeutet also die Auslagerung von Kapital und Vermögensmanagementprozessen in andere Länder in erster Linie aus Risikomanagementüberlegungen. Durch die Verteilung von Vermögenswerten auf mehrere Länder mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen und geografischen Lagen, sowie differierenden Gesetzgebungen und Rechtssprechungen sowie verschiedenen Banken und Vermögensverwaltern, setzt man ein optimiertes und zukunftsfähiges Vermögensmanagement endgültig in die Praxis um.
Im Finanzbereich mag die Vokabel Nearshore durchaus auch weiterhin relativ neu sein, ihr Inhalt ist es jedoch aus meiner Sicht nicht.
Im Bereich des internationalen Vermögensmanagements wird derzeit hauptsächlich unterschieden zwischen den beiden Begrifflichkeiten „Onshore“ und „Offshore“, wobei die wörtliche Übersetzung „an der Küste“ bzw. „vor der Küste“ bedeutet.
Man spricht beispielsweise vom Onshore Private-Banking oder von der Offshore Vermögensanlage. Neuerdings auch vom Cross-Border Onshore Private Banking, weil die Banken wollen ja steuerehrliche Modelle umsetzen. Oftmals werden die beiden Begrifflichkeiten auch gleichgesetzt mit „Onshore = Steuerehrlich beziehungsweise deklarierte Vermögenswerte“ und „Offshore = Steuerneutral beziehungsweise undeklarierte Vermögenswerte“ oder direkter gesagt – Schwarzgeld.
Diese triviale Definition deckt sich mit den Zielsetzungen und den Ansprüchen eines global und international agierenden Investors natürlich in keinster Weise. Darüber hinaus bieten Unterschiedliche Jurisdiktionen natürlich weit mehr Vorteile als rein steuerliche Standortfaktoren.
Die Abgrenzung der Begrifflichkeiten „Onshore“, „Nearshore“ und „Offshore“ sollte aus meiner Sicht rein aus geographischen Gesichtspunkten aus betrachtet werden, wobei auch hier die Prämisse gilt, der Parameter für die Definition ob „Onshore“, „Nearshore“ oder „Offshore“ ist immer der Hauptwohnsitz bzw. das Steuerdomizil des Anlegers. Für einen Deutschen mit Heimatwohnsitz BRD ist Liechtenstein oder Österreich aus meiner Sicht also natürlich „Nearshore“ aufgrund der geographischen Distanz und die Karibik „Offshore“. Für einen Franzosen mit Wohnsitz auf den Bahamas ist allerdings Panama „Nearshore“ und Liechtenstein „Offshore“.
Definitionen:
ONSHORE
Onshore bezeichnet die Veranlagung, bzw. die Auslagerung, Vergabe und Streuung von Vermögenswerten im eigenen Land. Dieses definiert sich durch das Steuerdomizil. (Steuerdomizil Deutschland -> Anlage in Deutschland oder Steuerdomizil Bahamas -> Anlage auf den Bahamas)
NEARSHORE
Nearshore bezeichnet die Veranlagung, bzw. die Auslagerung, Vergabe und Streuung von Vermögenswerten in Länder, welche geografisch dem Steuerdomizil nahe sind, aber andere Rahmenbedingungen haben. (Steuerdomizil Deutschland -> Anlage in Österreich oder Steuerdomizil Panama -> Anlage auf den Bahamas)
OFFSHORE
Offshore bezeichnet die Veranlagung, bzw. die Auslagerung, Vergabe und Streuung von Vermögenswerten in entfernte Länder, welche geografisch dem Steuerdomizil weit entfernt sind (z.B. anderer Kontinent) und andere Rahmenbedingungen aufweisen. (Steuerdomizil Deutschland -> Anlage Cayman Islands oder Steuerdomizil Bahamas -> Anlage in der Schweiz)
Fazit
Genauso wie im Bereich der klassischen, quantitativen Asset-Allokation, der Auswahl der Anbieter und der Rechtsformen sollte abschließend auch im Bereich der Standorte/Bankplätze (Jurisdiktionen, Rechtsräume) eine sinnvolle und individuell auf den Investor abgestimmte Diversifikation erfolgen.
Ihr
Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ
www.markus-miller.com oder
www.geopolitical.de
P.S.: Wenn Ihnen die GEOPOLITICAL.BIZ-News gefallen, tun Sie mir bitte einen Gefallen und leiten Sie diese weiter.
Falls Ihnen diese GEOPOLITICAL.BIZ-News schon weitergeleitet wurden und Sie in Zukunft keine verpassen wollen, können Sie diese hier abonnieren: Kostenloser Online Newsletter
5. Mai 2009
Strategie - Vermögensmanagement ist Krieg!
Ich habe ja bereits schon des Öfteren geschrieben, dass ich mich in meinen Portfoliomanagement Konzepten stark von Militärstrategien und Taktiken leiten und inspirieren lasse.
Ich hatte vor kurzem einige Vorträge und habe nun auch in meinen aktuellen Präsentationen meinen Zuhörern immer den Ratschlag gegeben, sich im Vermögensmanagement mehr an Militärischen Grundsätzen und Strategien zu orientieren.
Militärliteratur statt Finanzbücher
Aus meiner Sicht wären Große Feldherren wie Napoleon Bonaparte, Alexander der Große, Erwin Rommel oder Hannibal auch perfekte Vermögensmanager. Derjenige, welche mich am meisten inspiriert hat, ist übrigens Niccolo Machiavelli.
Mein wirklich absolut ernstgemeinter (leider muss ich das immer noch dazusagen, beziehungsweise dazuschreiben) Ratschlag:
Bevor Sie nun ein weiteres Finanzbuch kaufen, beispielsweise mit den „besten“ Börsen-, Trading-, Anlage- oder Value-Strategien gehen Sie doch einmal einen neuen, alternativen Weg. Beschäftigen Sie sich mit Kriegsführung und Militärstrategien.
Modernes Portfoliomanagement ist Krieg
Warum haben geniale Feldherren wie Alexander oder Napoleon weit überlegene Armeen besiegt? Warum waren diese Persönlichkeiten so erfolgreich in der Kriegsführung?
Ganz einfach weil Sie geniale Strategen waren. Ich würde auch sagen dass dies auch für die andere Seite gilt. Also ein erfolgreicher Investor wie Warren Buffet wäre durchaus auch ein militärisch erfolgreicher Feldherr, natürlich nur wenn er den entsprechenden Idealismus auch in diesem Bereich haben würde.
Vermögensstrategien für den Wirtschaftskrieg
Ich könnte dies auch unter dem Punkt „Machiavelli für das erfolgreiche und risikoadjustierte Vermögensmanagement der Zukunft“ zusammenfassen. Um in Zukunft erfolgreich zu sein oder zu bleiben, halte ich es für unerlässlich, Strategien und Methoden zu adaptieren. Gerade für das Vermögensmanagement können Sie hier die Thesen von Machiavelli adaptieren aus seinem Werk „Dell Arte della Guerra“ oder übersetzt „Über die Kunst des Krieges“.
Beispiel: Die Unterscheidung zwischen Strategie und Taktik bei Edelmetallinvestments
Taktische Vermögensanlage = (Partizipation an Markttrends, Trading, Beimischung alternativer Edelmetalle wie Silber, Palladium oder Platin) à am besten physisch hinterlegte ETFs. Hier haben aber auch verbriefte Finanzprodukte, also Wertpapiere wie Optionsscheine, Zertifikate, Knock-Outs oder auch Sachwerte wie Goldminenaktien oder Goldexploreraktien ihre Berechtigung.
Strategische Vermögensanlage = Hier ist ausschließlich physisches Gold einzusetzen. Selbst physisch hinterlegte Wertpapiere wie Edelmetall ETFs, besonders einige Gold ETFs sind hier zu hinterfragen. Barren oder Münzen sollten physisch ausgeliefert werden und wenn möglich auf unterschiedliche Lagerstellen (Safes, Zollfreilager, Bankschließfächer) verteilt werden.
Über die Kunst des Krieges
Die Kunst des Krieges ist entstanden zwischen 1519 und 1520. Dieses für mich wirklich bewundernswerte Werk von Machiavelli ist eine Abhandlung über Taktik, Strategie, Politik und hauptsächlich das Militärwesen, welches nichts, aber gar nichts an seiner Gültigkeit verloren hat. Im Gegenteil. Jedem Kapitalanleger oder Unternehmer empfehle ich dieses Werk als Grundlage jeden operativen Handelns in Bezug auf strategische Entscheidungen.
Die bekanntesten Regeln von Machiavelli
Welche Sie aus meiner Sicht auch auf Ihr Vermögensmanagement transformieren sollten sind beispielsweise:
+ Der Zweck heiligt die Mittel
+ Man darf nie seine Absicht zeigen, sondern man muss vorher mit allen Mitteln versuchen, sein Ziel zu erreichen
+ Wenn du stark bist, dann beginne die Schlacht dort, wo du stark bist; wenn nicht, beginne dort, wo du die Niederlage am besten verschmerzen kannst
+ Vernichte deine Feinde vollständig
+ Alle Gewalttaten müssen auf einmal begangen werden, da sie dann weniger empfunden und eher vergessen werden; Wohltaten dürfen aber nur nach und nach gewährt werden, damit sie besser gewürdigt werden
+ Man kann eine Schlacht nicht vermeiden, wenn der Feind unbedingt schlagen will
+ Im Krieg vermag Disziplin mehr als blinde Wut
+ Ein Machthaber, der den, der irrt, nicht straft, sodass er sich nicht mehr irren kann, wird für unfähig und feige gehalten.
+ Freundschaften unter Herrschern werden mit Waffen bewahrt
Mein Praxistipp
Für mich persönlich mit die wertvollste Ansicht Machiavellis ist: Wenn du stark bist, dann beginne die Schlacht dort, wo du stark bist; wenn nicht, beginne dort, wo du die Niederlage am besten verschmerzen kannst.
Sehen Sie jedes einzelne Finanzprodukt als Schlacht und stellen Sie sich vor jeder Anlageentscheidung diese Frage. Das ist aus meiner Sicht ein aktiver Beitrag zum Risikomanagement und zu gezielten Diversifikationsüberlegungen. Sie können und dürfen auch im Wertpapiermanagement Schlachten verlieren. Aber wenn all Ihr Vermögen in der Schlacht „Lehman Brothers“ lag, dann haben Sie beispielsweise den ganzen Krieg verloren.
Übrigens wenn Sie in diesem Segment eine ähnliche Sichtweise wie ich haben, sollten Sie sich neben Machiavelli vor allem mit Werken der folgenden Menschen beschäftigen:
+ Sun Tsu
+ Carl von Clausewitz
+ Miyamoto Musashi
+ Tsunetomo Yamamoto
Literaturempfehlungen:
Ihr
Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ
www.markus-miller.com oder
www.geopolitical.de
P.S.: Wenn Ihnen die GEOPOLITICAL.BIZ-News gefallen, tun Sie mir bitte einen Gefallen und leiten Sie diese weiter.
Falls Ihnen diese GEOPOLITICAL.BIZ-News schon weitergeleitet wurden und Sie in Zukunft keine verpassen wollen, können Sie diese hier abonnieren: Kostenloser Online Newsletter
30. April 2009
Rechtssysteme statt Steueroasen!
Die Deutsche Bundesregierung, allen voran Bundesfinanzminister Peer Steinbrück befindet sich nach wie vor auf Ihrem Kreuzzug gegen die scheinbar so bösen und schlimmen Steueroasen. Die derzeitigen Methoden sind aus meiner Sicht vor allem die gezielte mediale Panikmache und Verunsicherung der Bevölkerung. Also der Verkauf eines Produktes über die Angst. Das ist eine Verkaufsstrategie welche ich schon frühzeitig – auch in anderen Bereichen - abgelehnt habe.
Das Ziel der Bundesregierung ist es, Steuerhinterzieher unter Druck zu setzen und möglichst die Basis für die Steuereinnahmen zu verbreitern. Das ist auch enorm wichtig, nur so können die Leistungen des Staates weiter möglich sein oder die Staatsschulden zumindest einigermaßen im Rahmen bleiben.
Das Gegenteil wird allerdings der Fall sein aus meiner Sicht, weil die wichtige Steuerbemessungsgrundlage einfach physisch auswandern wird, wenn nicht die Rahmenbedingungen im Inland entsprechend verbessert werden. Vor lauter Bekämpfung der Oasen wird derzeit diese enorm wichtige Verbesserung der Rahmenbedingungen und somit die Zukunftsfähigkeit der „Wüste“ Deutschland sträflich vernachlässigt. Ich habe bereits einmal – weit vor den derzeitigen Entwicklungen - Beiträge gemacht mit den Titeln „Wenn der Wüste das Öl ausgeht“ oder „Wenn der Schweiz das Bankgeheimnis ausgeht“. Auch hier geht es um die Zukunftsfähigkeit von Ländern.
Wenn Deutschland die gebildeten, leistungsstarken und vermögenden Menschen ausgehen!
Altersarmut und Kinderarmut sind für mich Folgen von Fehlsteuerungsmaßnahmen gerade in der Ordnungspolitik. Das schlimmste Übel ist für mich jedoch die Bildungsarmut in Deutschland. Wenn nun noch – beispielsweise aufgrund von Umverteilungsplänen, aufgrund von Tendenzen hin zum Sozialismus oder einer zunehmenden Überwachung - die Leistungsstarken und Willigen unserer Gesellschaft auswandern, was bleibt dann noch übrig in diesem Land?
Freiheit statt Angst!
Gerade der Gesetzgeber in Deutschland weist derzeit beispielsweise immer auf die Steuergesetze hin und stellt scheinbare Steuerhinterzieher – welche gegen diese Deutschen Gesetze verstoßen – scheinbar an den Pranger. Im Hinblick auf die Niederlassungsfreiheit, Kapitalverkehrsfreiheit, Dienstleistungsfreiheit und Personenfreizügigkeit ist aber gerade der deutsche Steuergesetzgeber oftmals noch nicht in Europa angekommen. Eine Kette jüngerer Urteile des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) hat offengelegt, dass die deutsche Rechtsordnung auch in der Steuergesetzgebung Vorschriften enthält, die mit dem europäischen Binnenmarkt und dessen Grundfreiheiten nicht vereinbar sind.
Deutschland beruft sich hier wie so oft auch auf verschiedene, angebliche Rechtfertigungsgründe wie beispielsweise eine bislang fehlende Steuerharmonisierung, eine möglicherweise fehlende Gegenseitigkeit der internationalen Steuerbeziehungen unter EG-Mitgliedstaaten, den Schutz des nationalen Steueraufkommens (Verteidigung des Haushalts) sowie die Sorge einer Steuerumgehung oder Steuerflucht. Nach Ansicht des Europäischen Gerichtshofes rechtfertigen diese Gründe derartige Eingriffe in die Grundfreiheiten des EG-Vertrags regelmäßig nicht.
Die Grundfreiheiten gelten übrigens nicht nur innerhalb der Europäischen Union, auch Staaten außerhalb der EU klagen vermehrt vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die deutschen Gesetze. So hat der Europäische Gerichtshof beispielsweise entsprechenden Klagen Recht gegeben, dass diese Grundfreiheiten auch für Unternehmen aus den USA – zumindest Fallweise und in Teilbereichen - gelten müssen.
Wettbewerbsfähigkeit im Inland statt Sanktionen gegen das Ausland
Als einer der Hauptwegbereiter der Europäischen Union muss Deutschland gerade im Steuerrecht schnellstmöglich wettbewerbsfähig werden, da eine Vielzahl von Gesetzen in den nächsten Jahren aus meiner Sicht gezwungener Maßen gekippt werden müssen. Somit müssen attraktive Rahmenbedingungen vorhanden sein, um Abflüsse und Abwanderungen zu vermeiden.
Für Sie als international agierenden Investor und Steuerbürger werden diese Entwicklungen aus meiner Sicht tendenziell viele Vorteile und Verbesserungen mit sich bringen, bei denen es sich lohnt, grenzüberschreitende Möglichkeiten verstärkt zu nutzen! Gerade auch in Ländern mit differierenden Rechtssystemen.
Common Law und Kontinentaleuropäisches Recht
In der westlichen Welt dominieren unter anderem zwei Rechtssysteme: Zum einen das kontinentaleuropäische Recht – wie Sie es auch aus Deutschland her kennen – mit seinem Ursprung im Römischen Recht. Daneben das Common Law, mit seinem Ursprung in England. Anders als das Civil Law hat sich das Common Law nicht infolge staatlicher Rechtsetzung durch Gesetze, sondern aus der ständigen Praxis der Gerichte entwickelt hat, weshalb es vielfach auch als Case Law (Fallrecht) bezeichnet wird. Teile des Common Law gelten in ihrer ursprünglichen Fassung noch in zahlreichen Ländern, die früher Kolonien der englischen Krone waren, beispielsweise die USA, Kanada, Australien oder Neuseeland.
Auch in vielen sogenannten Steueroasen in Übersee sind die Rechtssysteme auf dem englischen Common Law aufgebaut. Obwohl sich beide Rechtssysteme in Zeiten der zunehmenden Globalisierung zwangsweise immer näher kommen – beispielsweise gerade durch die europäische Einigung im Rahmen der EU – bestehen doch noch grundlegende Unterschiede.
Aus meiner Sicht können Sie durch Nutzung eines alternativen Rechtssystems wie dem „Common Law“ eine zusätzliche, wichtige und sinnvolle Streuung (Diversifikation) Ihrer Vermögenswerte erzielen!
Ihr
Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ
www.markus-miller.com oder
www.geopolitical.de
P.S.: Wenn Ihnen die GEOPOLITICAL.BIZ-News gefallen, tun Sie mir bitte einen Gefallen und leiten Sie diese weiter.
Falls Ihnen diese GEOPOLITICAL.BIZ-News schon weitergeleitet wurden und Sie in Zukunft keine verpassen wollen, können Sie diese hier abonnieren: Kostenloser Online Newsletter
22. April 2009
Das Biometrische Risiko ist sicher!
Ja der alte Spruch von Norbert Blüm, ich weiß gar nicht mehr wie oft ich diesen in der Vergangenheit bereits zitiert und in meine Publikationen eingebaut habe. Die Rente ist natürlich auch sicher, da hatte Herr Blüm auch vollkommen recht, nur die Höhe der Rentenzahlungen in der Zukunft und deren Kaufkraft ist natürlich stark fraglich. Das einzige was im Zusammenhang mit der Rente allerdings sicher ist, ist Ihr persönliches Biometrisches Risiko. Kennen Sie das überhaupt?
Was bedeutet eigentlich Biometrisches Risiko?
Sie sollten wissen, dass Sie als Rentner oder zukünftiger Rentner in Deutschland einem sogenannten „Biometrischen Risiko“ unterliegen. Ökonomisch betrachtet werden die „Alten“, die körperlich nicht mehr in der Lage sind, den Anforderungen eines aufreibenden Arbeitslebens nachzukommen, „aussortiert“. Die meisten von ihnen bereits längst bevor Sie das staatlich definierte Rentenalter von 67 Jahren erreicht haben.
Für all diese Menschen gibt es in unserer Gesellschaft das „Biometrisches Risiko“, ein Begriff, welchen auch die Rürup-Kommission mitgeprägt hat . Ein wichtiges Ziel, wenn nicht gar das Hauptziel der Rürup-Komission war die Konzeption eines Rentenkonzeptes und Altersvorsorgemodells, welches Bürger eben gegen dieses Risiko versichern will.
Biologie versus Ökonomie
Ihr persönliches biometrisches Risiko besteht nun darin, dass Sie – hoffentlich – eine Lebenszeit haben, welche länger ist als Ihre Lebensarbeitszeit. Dabei fallen Biologie und Ökonomie auseinander. Es ist in unserer Gesellschaft ein Risiko, länger zu leben, als man in der Lage ist zu arbeiten, weil die Einkommensquelle entfällt. Eine erschütternde Wahrheit, welche die Rürup-Kommission auch offen ausgesprochen hat. Selbst wenn ein Arbeitsleben 30 oder 40 Jahre gedauert hat, ist es in der Mehrzahl aller Fälle so, dass während dieser Zeit nicht genug Vermögen angehäuft werden konnte, von dem man im Alter dann zehren und sich ein nettes Leben machen könnte. Für die jungen Generationen wird dieser Effekt noch weitaus
dramatischer ausfallen, das Wort „Altersarmut“ wird in unserer Gesellschaft ganz zwangsläufig Einzug halten.
Die OECD hat auch andere Listen als die Steueroasenlisten
Ich möchte einmal vor allem wieder in Erinnerung rufen, wie wichtig der Vermögensaufbau und die Altersvorsorge - gerade auch im Hinblick auf dieses Biometrische Risiko - ist. Jungen Menschen in Deutschland droht im Alter die Armut.
Zu diesem Fazit kam auch vor einiger Zeit eine Studie der Industrieländerorganisation OECD mit dem Titel „Renten auf einen Blick“. Es ist keine Überraschung, dass dabei das Fazit gezogen werden kann: je geringer das Arbeitseinkommen, desto höher ist das Risiko der Altersarmut. Junge Generationen in Deutschland können laut dieser OECD Studie (welche weit vor der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise entstanden ist) lediglich mit einer gesetzlichen Rente in Höhe von 39% Ihres Bruttoeinkommens rechnen. Unter allen Industrieländern ist die Bundesrepublik damit Tabellenletzter.
Sparpläne sollten von der Abgeltungsteuer ausgenommen werden
Aber selbst diese Quote von 39% ist in Zukunft keineswegs sicher! Die OECD sah dabei vor allem die Gefahr, dass Deutschland in die Armutsfalle läuft. Gerade auch die Abgeltungsteuer ist für junge Anleger in der Vermögensaufbauphase ein zusätzliches großes Hindernis, wenn Sparpläne nicht über privilegierte Strukturen (beispielsweise staatlich geförderte Modelle wie Riester, Rürup oder Lebensversicherungen) umgesetzt werden. Hier sollte man nun endlich Ordnungspolitisch entgegensteuern. Also vor allem seitens der Finanzpolitik. Ein Vorschlag und eine sehr wichtige und einfache Möglichkeit wäre beispielsweise, die Abgeltungsteuerfreiheit und Förderung von langfristigen Investmentfondssparplänen. Beispielsweise könnte man einen sinkenden Steuersatz anwenden, je länger ein Sparplan läuft. Oder man könnte beispielsweise definieren, dass Sparpläne pauschal nach 10 Jahren Laufzeit steuerfrei wären.
Derartige ordnungspolitische Modelle hätten aus meiner Wahrnehmung weit mehr Berechtigung und Wirkung als Fehlsteuerungen wie „Steuererklärungsnichtabgabeprämien“, Abwrackprämien oder sonstige, viel zu kurzfristig gedachte staatliche Eingriffe. Bildungs-, Kinder- oder Altersarmut und die gezielte Vorsorge vor diese Gefahren und Risiken - wie beispielsweise das Biometrische Risiko - müssen endlich viel gezielter beachtet werden.
Die Frage ist einfach: „umgehen wir Risiken oder gehen wir gezielt und bewusst mit Risiken um? Aus meiner Sicht werden derzeit viel zu viele Risiken einfach nicht wahrgenommen oder beachtet. Das wird sich eines Tages rächen.
Ihr
Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ
www.markus-miller.com oder
www.geopolitical.biz
P.S.: Wenn Ihnen die GEOPOLITICAL.BIZ-News gefallen, tun Sie mir bitte einen Gefallen und leiten Sie diese weiter.
Falls Ihnen diese GEOPOLITICAL.BIZ-News schon weitergeleitet wurden und Sie in Zukunft keine verpassen wollen, können Sie diese hier abonnieren: Kostenloser Online Newsletter
21. April 2009
Miller statt Markowitz - Mein neues Best-Buy-Konzept!
Ich habe in den letzten Wochen und Monaten ja wirklich viele Publikationen verfasst wie ich die Wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Gefahren der Zukunft einstufe. Eine Meinung schreiben und diese Thesen oder auch Hypothesen in die Praxis zu transformieren ist jedoch eine ganz andere Herausforderung, welcher ich mich nun aber auch in einem meiner Projekte und Geschäftsfelder stelle.
Ich habe teilweise in der Vergangenheit von Bankern oder Investoren auch kritische Anmerkungen bekommen, dass ich zwar durchaus sehr plausibel schreibe, aber eine Antwort in der Vermögensmanagement-Praxis auch nicht zu bieten habe.
Ich möchte mir nun auch nicht Anmaßen, eine generelle Antwort gefunden zu haben, aber ich habe nun ein Modell konzipiert, in welches ich meine Erfahrungen und Erkenntnisse ebenso einfließen lasse, wie die meiner vielen, ausgesuchten und überprüften Netzwerkpartner.
Fortlaufende Produkt- und Handlungstipps für Ihren Vermögensschutz
Die weltweiten Finanzmärkte haben sich grundlegend und nachhaltig verändert. Die Komplexität des Vermögensmanagements hat spätestens mit der derzeitigen Weltfinanzkrise eine komplett neue Betrachtungsweise verdient. Viele Anleger sind dabei nicht nur verunsichert und verängstigt. Nein, vielmehr ist das Grundvertrauen in die Beratungsdienstleistungen von Banken und Vermögensverwaltern dramatisch erschüttert. Kein Wunder:
Banken vertrauen sich selbst untereinander nicht mehr
Warum sollten Sie dann Vertrauen haben? Gerade Banken haben häufig die Problematik, dass sie nicht produktunabhängig und neutral beraten können. Interessenkonflikte sind somit an der Tagesordnung. Für den Erfolg Ihres privaten Vermögensmanagements ist Neutralität aber essentiell. Deshalb habe ich im Rahmen meiner Funktion als Chefredakteur des renommierten Wirtschaftsmagazins „Kapital & Steuern vertraulich“ eine fortlaufend überwachte und aktualisierte Liste mit konkreten Produktempfehlungen namens „Best-Buy” eingeführt.
Kommunikation und Information als Antwort auf Komplexität
Damit komplettieren wir unseren Service für unsere Leser, der in dieser Form mit einer E-Mail-Hotline, Redaktionssprechstunde, diversen Workshops und unserem mehrdimensionalen Expertennetzwerk einzigartig ist.
Was unterscheidet die Best-Buy-Liste von Börsenbriefen oder Musterdepots?
Ganz einfach: Meine „Best-Buy-Liste” wird keine Anleitung dafür sein, mit Aktientipps schnell Geld zu verdienen (oder zu verlieren). Vielmehr sollen Sie damit Ihre Vermögenswerte langfristig sicher, regelbasiert und Ihrem persönlichen Lebenszyklus angepasst strukturieren können. Das Anlage- und Risikomanagement steht hierbei genauso im Vordergrund wie die Steueroptimierung. Dies ist mein Anspruch an die Best-Buy-Liste! Jedoch ist unsere Best-Buy-Liste kein Musterdepot, welches Sie 1 zu 1 nachbauen dürfen! Nutzen Sie die Empfehlungen als Hilfestellung und Handlungsalternative - durchaus auch gemeinsam mit Ihrem Vermögensberater oder Ihrer Bank. Adaptieren Sie meine Empfehlungen auf Ihre individuellen Anforderungen und Bedürfnisse. Denken Sie daran, ein Gesundheitsratgeber ersetzt keinen Arzt, ein Rechtsratgeber keinen Anwalt und auch meine Recherchen und Empfehlungen ersetzen nicht Ihren Anlage- oder Steuerberater.
Rechnen statt raten – Gehirn statt Bauch
In Krisenzeiten sind Gefühle meist schlechte Ratgeber. Bewährt haben sich hier Strategie und Disziplin. Verlieren Sie also Ihr Anlageziel nicht aus den Augen und überprüfen Sie es in regelmäßigen Abständen. Mit meinen fortlaufenden Produkt- und Handlungsempfehlungen erhalten Sie künftig zumindest eine weitere Orientierung.
Mein Konzept: Dynamik, Asymmetrie und Diversifikation
Eine vernünftige und durchdachte Diversifikation ist das A und O. Es ist aber nicht damit getan, in einzelne Anlageklassen wie Rohstoffe oder Immobilien zu streuen. Auch die Anlagezeiträume und Anlagestrategien müssen diversifiziert werden. Statische „Long only” - Modelle halte ich zunehmend für gefährlich, da sich langfristige Trends immer seltener ausbilden.
Ich bin überzeugt davon, dass ohne ausreichende Flexibilität und einer systematisch-dynamischen Anlagepolitik nur sehr schwer sinnvolle Investment-Entscheidungen getroffen werden können.
Deshalb setze ich bei meiner Best-Buy-Liste neben einer Diversifikation in Anlageklassen auch auf die Dynamisierung von Trends. Ebenso steht bei mir „Indexing” (= Orientierung an einem Index) statt „Stockpicking” (= Einzelaktienauswahl) im Vordergrund. Zu guter Letzt bestimmen strenge Regeln statt Bauchentscheidungen das Timing für Investitionen - jedenfalls gilt das für den Hauptteil des Wertpapierdepots.
Vermögensschutz durch Portfolio Insurance und Asset Protection
Aktiver Vermögensschutz ist ein Mix aus beiden - Portfolio Insurance und Asset Protection. Bei dem Oberbegriff „Portfolio Insurance” - also Vermögensschutz auf Depotebene - handelt es sich um die Gesamtheit der dynamischen Asset Allokation-Strategien. Damit können Sie als Anleger von steigenden Marktbewegungen profitieren und zugleich das Verlustrisiko bei Marktrückgängen begrenzen.
Im Prinzip stellt das eine sinnvolle und wichtige Erweiterung der modernen Portfoliotheorie von Harry Markowitz dar. Denn die derzeitige Krise hat auch gezeigt: Die bisherigen Korrelationen - also das Ausmaß der gleichlaufenden Entwicklung - verschiedener Anlageklassen haben an Gültigkeit verloren. Mit der Best-Buy- Liste decke ich genau das ab. „Asset Protection” erreichen Sie über die Verteilung Ihrer Vermögenswerte auf unterschiedliche Banken, in unterschiedlichen Ländern und Rechtsräumen. Diesen Themen widme ich mich regelmäßig in meinen Publikationen und mein Ziel ist ein individueller, ganzheitlicher Vermögensschutz-Ratgeber eingebettet in ein von mir persönlich koordiniertes Experten-Netzwerk.
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne
Dieses erweiterte Konzept ist somit meine Antwort auf viele Anfragen und Anregungen von Ihnen - also sozusagen eine Lösungsidee von Lesern für Leser. Gerade meine Berichte und Recherchen, die ihren Ursprung in Leseranfragen haben, bringen wohl den höchsten Praxisnutzen.
Die aktuelle Best-Buy-Liste finden sie…
Erstmalig steht Ihnen als Leser meines Dienstes Kapital & Steuern vertraulich diese Empfehlungsliste ab sofort exklusiv zur Verfügung. Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier: Kapital & Steuern vertraulich. Ein Tipp noch, in der kommenden Mai Ausgabe wird diese Best-Buy Liste auch erstmalig abgedruckt sein und all jene unter Ihnen, welche auf die Finanzmesse Invest2009 nach Stuttgart kommen, können natürlich selbstverständlich am Stand des Investor Verlages diese Ausgabe kostenlos mitnehmen. Ich würde mich freuen, viele von Ihnen in Stuttgart vielleicht auch persönlich einmal wiederzusehen oder natürlich auch kennenzulernen.
… übrigens, die Betreffzeile “Miller statt Markowitz” sollten Sie natürlich nicht ganz so wörtlich und ernst nehmen, etwas Spass muss natürlich auch sein. Aber ich meine das ganze sehr wohl - bei allem Respekt natürlich vor Herrn Markowitz und seinen wegweisenden Leistungen - schon durchaus auch sehr ernst, jedenfalls in Teilbereichen. Ich habe diese Thematik auch schon einmal publiziert in meinem Beitrag: Vermögensfraß - Der Witz mit Markowitz!
Ihr
Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ
www.markus-miller.com oder
www.geopolitical.de
P.S.: Wenn Ihnen die GEOPOLITICAL.BIZ-News gefallen, tun Sie mir bitte einen Gefallen und leiten Sie diese weiter.
Falls Ihnen diese GEOPOLITICAL.BIZ-News schon weitergeleitet wurden und Sie in Zukunft keine verpassen wollen, können Sie diese hier abonnieren: Kostenloser Online Newsletter
16. April 2009
International Banking = Globales Risikomanagement
Ich stelle in der Praxis immer wieder fest, dass gerade Privatanleger, Investoren aber auch deren Berater viel zu wenig über Landesgrenzen hinausdenken und vor allem handeln. Stellen Sie selbst sich doch einmal die Frage: „Mein Wertpapierdepot ist (hoffentlich) optimiert – Aber sind auch meine „Lagerstellen“ optimiert und strukturiert?
Wenn man sich das Vermögensmanagement von privaten Investoren vor Augen führt fällt auf, dass viele Anleger ihren Focus auf das Management des monetären Risikos legen, das bedeutet, ist das Depot gut strukturiert, sind die richtigen Finanzprodukte und Anlageformen (Aktien, Zertifikate, Investmentfonds, ETFs) risikoadjustiert und strukturiert enthalten, ist genügend Liquidität zur Verfügung, wird das Kapital kostengünstig verwaltet und vor allem, ist das Depot von den enthaltenen Märkten, Anlageklassen und Produkten gut gestreut, entsprechend dem Risikoprofil, den Zielen und Bedürfnissen des Anlegers.
Risiko ist nicht gleich Risiko!
Strategische Risiken wie beispielsweise Rechtssprechung, Steuerliche Regularien, Anbieterauswahl oder operative Risiken wie beispielsweise der Zugang zu Banken und Vermögensverwaltern, oder technische Probleme in Extremsituationen (11. September, Irak-Krieg, globale Bedrohungen, Epedemien, Missmanagement und Unternehmensschieflagen, Systemkrisen) bleiben oftmals komplett außen vor, können aber erhebliche Auswirkungen wiederum auf die finanziellen Risiken haben und deren gutes Management unter Umständen komplett ad absurdum führen.
Selbst auf der Produktebene bedeutet dies auch, dass aktives Risikomanagement eben nicht nur die Beimischung von Teilschutz- oder Garantieprodukten sein kann. Das Emittentenrisiko ist mittlerweile seit dem Lehman Brothers Debakel wohl jedem professionellen Vermögensberater oder Anleger bewusst. Ganzheitliches Risikomanagement bedeutet allerdings nicht nur die Optimierung auf der Produktebene.
Auch Systemrisiken auf der globalen Makroebene (Schieflagen einzelner Banken, möglicher Zusammenbruch der Finanzsysteme, Staatsprobleme, Währungsturbulenzen oder gar eine Währungsreform), aber auch operative Risiken auf der persönlichen und individuellen Mikroebene wie Scheidungs- und Haftungsrisiken oder Nachfolgemodelle sollten unbedingt schon frühzeitig Beachtung finden in der Vermögensstrukturierung sonst habe Kapitalanleger unter Umständen zwar ein tolles Depot mit einer schönen Performance, es gehört aber plötzlich jemand anderem oder aber die Kaufkraft der enthaltenen Geldwerte hat sich in Luft aufgelöst, beispielsweise im Falle einer möglichen Hyperinflation!
Es ist ähnlich wie mit dem beliebten Spruch an der Börse, das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer. Wobei es an der Börse diesen „Anderen teilweise gar nicht gibt“.
Die Hauptrisiken bestehen für Bürger und Anleger aus meiner Sicht vor allem bei den Beschäftigungs-, Sozial- und Vermögensstrukturen. Also müssen diese Ihre Vermögensstrukturen den neuen Rahmenbedingungen der Globalisierten und Krisenbehafteten Welt anpassen. Jeder einzelne muss seine „Vermögenswerte“ (Kapital, Wissen, Gesundheit, Lebenssituationen, Partnerschaften) analysieren und neu ausrichten.
Der altbewährte Leitsatz „Lege niemals alle Eier in einen Korb“ bekommt also eine erweiterte Bedeutung. Es zählt nicht nur, mehrere Körbe zu wählen und die Eier zu verteilen, sondern auch unterschiedliche Transportmittel- und Transportzeiten für die Körbe auszuwählen.
Haupt-Risikoarten
1. Finanzielle Risiken
+ Liquiditätsrisiken
+ Marktrisiken
+ Ausfallrisiken (Bonitätsrisiken)
2. Strategische Risiken
+ Politische Risiken
+ Management Risiken
+ Gesellschaftliche Risiken
+ Rechtliche und regulatorische Risiken
+ Höhere Gewalt
3. Operative Risiken
+ System- und Betriebsrisiken
Die Rettungsschirme, Hilfsmaßnahmen und Konjunkturpakete der Staaten sind ebenfalls Strategische Hauptrisiken, welche es zu managen gilt!
Die Gefahr der Staatsentschuldung durch Geldentwertung (Währungsreform) ist eines der Damoklesschwerter für jeden Vermögensinhaber, welcher in Geldwerte und nicht in Sachwerte investiert ist. Daran sollten vor allem Investoren und auch deren Berater denken, wenn diese glauben kein Risiko in ihren Wertpapierdepots zu haben, weil beispielsweise das gesamte Depot aus Festgeld, Eonia-ETFs, Staatsanleihen oder Bundesschatzbriefen besteht.
Vermögensmanagement = Strukturierung von Mittelherkunft und Mittelverwendung
Für mich ist alles im (Wirtschafts-)leben auf zwei grundlegende Dinge reduzierbar. Die Mittelherkunft und die Mittelverwendung. Das gilt für Private Haushaltskassen oder das Taschengeld von Kindern genauso wie für Unternehmen oder ganze Staatshaushalte.
Wer viel verdient, kann ruhig etwas mehr für eigentlich nicht notwendige Dinge und Luxus ausgeben. Was passiert jedoch momentan in den weltweiten Volkswirtschaften? Die Einkunftsseite, vor allem durch Steuereinnahmen bricht komplett weg. Die Ausgabenseite, durch Konjunkturprogramme und die unzähligen Hilfsmassnahmen und Rettungsschirme hingegen nimmt immer stärker zu.
Wir hören täglich wie Verantwortungsbewusst die Politik mit unseren Steuergeldern umgeht. Das sind doch gar keine Steuergelder mehr, das sind Anlagegelder (Fremdkapital) von Bürgern, die in scheinbar sichere Staatspapiere investieren. Soviel Steuern kann ein Staat in Zukunft gar nicht erheben, um diese Staatsschulden auch nur annähernd zu amortisieren. Sie sind Gläubiger des Staates wenn Sie Staatsanleihen oder Bundeswertpapiere haben. Das ist die Mittelherkunft des Staates. Die Mittelherkunft ist durchaus solide. Aber die intelligente Mittelverwendung von einzelnen Staaten halte ich für stark fraglich, so dass dies ein weiterer Grund ist auch Vermögenswerte in unterschiedlichen Staaten bei deren Banken zu lagern.
Besicherte Zertifikate? - Ja aber durch Sachwerte!
Heute möchte ich einmal wieder einen kurzen Blick auf die Zertifikatebranche werfen. Einige Anbieter aus der Zertifikatebranche begeben mittlerweile durch Staatsanleihen besicherte Zertifikate. Anleger sollten sich bewusst sein, dass dies nicht unbedingt eine Risikoreduktion, sondern eine Risikotransformation von Unternehmen auf Staaten ist. Ich würde mir Wünschen, dass beispielsweise ein Daimler Bonuszertifikat nicht durch den Geldwert einer Staatsanleihe besichert wird, sondern durch den Sachwert der Hinterlegung der Daimler Aktie. Diese Sachwerthinterlegung von (Papierwert)-Zertifikaten ist aus meiner Sicht eine Zukunftsstrategie der Zertifikatebranche. Wenn Anleger derartige Zertifikate dann noch International bei Ausländischen Banken streuen und strukturieren, bedeutet dies intelligentes, proaktives, grenzüberschreitendes Anlage und Risikomanagement.
Fazit – Grenzüberschreitendes Portfoliomanagement ist intelligentes, aktives Anlage- und Risikomanagement
Für mich ist die Kapitalanlage im Ausland gerade jetzt in Zeiten der Unsicherheit, der Globalen Krisen und des Vertrauensverlustes in die Systeme ein wichtiger Beitrag für das Vermögens- und Risikomanagement gerade auch von Privatanlegern.
Die Hauptintention für eine Kapitalanlage im Ausland ist dabei keinesfalls die Steueroptimierung oder gar Steuerhinterziehung. Das Steuern ist wichtiger als die Steuern. An erster Stelle muss immer die Risikoadjustierte Anlageentscheidung stehen. Danach kann der Blick auf eine mögliche Steueroptimierung gerichtet werden.
Anleger sollten sich daher vor allem auch nicht von den aktuellen Medienberichten zu der Diskussion um das Bankgeheimnis verunsichern lassen. Es hat sich Grundlegend überhaupt nichts geändert, im Gegenteil die Entwicklungen sind sogar positiv zu bewerten, vor allem durch mehr Rechtssicherheit und dem „Druck“ auf Ausländische Banken und Berater zu mehr Service- und Beratungsqualität! Das kommt Kapitalanlegern positiv zugute, welche ausländische Bankverbindungen, Anlageprodukte und Servicedienstleistungen in ihre Vermögenssteuerung integrieren.
Durch die Verteilung von Vermögenswerten auf mehrere Länder mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen und geografischen Lagen, differierenden Gesetzgebungen sowie verschiedenen Banken und Vermögensverwaltern streuen Investoren bei gezielter und professioneller Strukturierung damit operative und strategische Risiken, ohne dass grenzüberschreitende Querverbindungen der einzelnen Anbieter negative Einflüsse haben.
International Banking - 6. Frankfurter Investmenttag
Dieser Themenbereich ist auch Inhalt des meines Vortrages „International Banking – Globalisieren Sie Ihr Vermögen“ auf dem 6. Frankfurter Investmenttag.
Die Inhalte meines Vortrages:
+ Die Hauptrisiken für Vermögenswerte – Wie man sich vor Rechtlichen und Politischen Risiken, einer
Hyperinflation und Währungsreform schützen kann
+ Krisenvorsorge und Vermögensschutzstrategien. Sachwerte statt Geldwerte - Die besten Anlagestrategien mit konkreten Umsetzungsvorschlägen
+ Interessante und innovative Anlagestrategien mit Zertifikaten, Derivaten und ETFs
+ Ausländische Bankplätze - Die aktuellen Entwicklungen in
Liechtenstein, der Schweiz, Österreich und Luxemburg mit einem Blick nach Dubai und Singapur
+ Vorstellung von Sicheren Banken und Discountbrokern im Ausland für ein risikooptimiertes Vermögensmanagement
Weiterführenes für zum Frankfurter Investmenttag für Anlageberater, Vermögensverwalter und unabhängige Finanzberater! finden Sie hier
Ihr
Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ
www.markus-miller.com oder
www.geopolitical.biz
P.S.: Wenn Ihnen die GEOPOLITICAL.BIZ-News gefallen, tun Sie mir bitte einen Gefallen und leiten Sie diese weiter.
Falls Ihnen diese GEOPOLITICAL.BIZ-News schon weitergeleitet wurden und Sie in Zukunft keine verpassen wollen, können Sie diese hier abonnieren: Kostenloser Online Newsletter
9. April 2009
Online Banking: Kosten- und Risiko-Tipps!
Meinen Dienstags Weblog mit dem Titel „7 Gründe - Online Banking im Ausland!“ möchte ich heute in Bezug auf das Kostenmanagement und das Administrative Risikomanagement (Online-Sicherheit) weiter ausführen. Anlage- und Risikomanagement sind natürlich sehr wichtig und müssen gezielt beachtet und strukturiert umgesetzt werden. Aus meiner Sicht fängt man am besten bereits bei den Kosten der persönlichen Vermögensanlage an.
Das gilt vor allem auch für den Bereich der Konto- und Depotgebühren oder den Produktkosten, beispielsweise von Investmentfonds oder Zertifikaten, da hier die Leistung meist die selbe ist, die Kostenstrukturen von Banken aber weit auseinanderliegen können. Speziell auch bei der Thematik der Kapitalanlage im Ausland wird es hier zu vorteilhaften Entwicklungen für Kapitalanleger kommen. Beispielsweise waren in der Vergangenheit gerade Schweizer Banken dafür bekannt, dass sie sich ihre Diskretion teuer bezahlen lassen.
Achten Sie auf Ihr Kostenmanagement
Jedoch ist die Verhandlungsbereitschaft der Banken noch nie so groß gewesen wie heute. Schauen Sie sich also an, welche Dienstleistungen Sie benötigen, wählen Sie danach Ihre Bank aus und verhandeln Sie die Konditionen.
Je größer Ihr Anlagevolumen ist, desto besser können Sie natürlich diese Verhandlungen zu Ihrem Vorteil führen. Aus meiner persönlichen Bankerfahrung weiß ich, dass immer noch fast alle Kunden zu unbekümmert 2 oder 3% Verluste (!) durch Kosten und Gebühren in Kauf nehmen. Kosten und Gebührenbewusstsein pflegen nämlich in der Regel nur die institutionellen Investoren.
Privatanleger dagegen verdrängen gern dieses teure Thema. Es ist ihnen oftmals sogar peinlich. Sie fragen nicht nach Kosten und wollen auch gar nicht verhandeln. So ist es leider auch kein Wunder, dass vermögende Kunden durch Gebührenbelastungen oftmals wie die berühmte Weihnachtsgans ausgenommen werden. Gerade jedoch diese Preisgestaltungen und die Fairness der Banken gegenüber ihren Kunden werden aus meiner Sicht einer der wettbewerbsbestimmenden Faktoren in der Zukunft werden. Fangen Sie also schon heute damit an, aktiv an der Gebührenschraube für Ihre Vermögenswerte zu drehen. Nicht nur bei den reinen Kontoführungs- oder Ordergebühren, sondern vor allem auch dann, wenn Sie eine die Verwaltung Ihres Vermögens delegieren.
Vermögensverwaltungen - zu hohe Preise vernichten Substanz
Nicht nur die reinen Kostenbelastungen durch Wertpapierorders oder Kontoführungsgebühren sollten in Ihrem Kostenmanagement beachtet werden. Haben Sie beispielsweise Ihr Vermögen an eine Bank oder einen Vermögensmanager zur Verwaltung übergeben, dann sollten Sie zumindest grobe Richtwerte der Kostenbelastung beachten.
TIPP - Vermögensverwaltungsgebühren
Bei seriösen und leistungsstarken Anbietern betragen die Preise der Vermögensverwaltung (Gesamtkostenbetrachtung) je nach konzeptioneller Ausrichtung 0,5 Prozent bis 1,5 Prozent von den Vermögenswerten.
Vermögensschutz ist auch Risikomanagement vor Datendiebstahl
Ganz kurz möchte ich im Bereich des Online-Bankings auch einen weiteren Aspekt des Risikomanagements beleuchten. Nämlich die Datensicherheit. Gerade auch bei einem Online-Konto im Ausland sollten Sie hier Vorsicht walten lassen. Hier sind mir mittlerweile auch Fälle bekannt, in welchen beispielsweise Gelder gar nicht abgehoben oder transferiert werden mussten um veruntreut zu werden. Betrüger loggen sich beispielsweise auf Ihr Ausländisches Online- und Wertpapierkonto ein. Diese kaufen nun eine eigentlich völlig wertlose Aktie - welche von den Internet Betrügern genau zu diesem Zwecke erworben wurde auf einem anderen Wertpapierdepot, über welches die Betrüger verfügen können – über Ihr Wertpapierdepot. Natürlich zu einem vollkommen überhöhten Preis. Dadurch muss nicht einmal Geld von Ihrem Konto wegüberwiesen werden, um Sie zu schädigen. Ihr Geld ist weg und Sie haben dafür lediglich wertlose Aktien im Depot.
Diese Gefahr ist natürlich nur ein Beispiel und Banken, gerade auch Auslandsbanken stellen Ihnen natürlich umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen für Ihre Online Banking Dienstleistungen zur Verfügung. So gibt es neben Passwörtern, Kartenlesegeräten und einer PIN auch verschiedene Formen der TAN-Vergabe.
Dennoch ist Ihre Bank nicht allein verantwortlich für die sichere Verwaltung Ihres Kontos und Wertpapierdepots. Auch Sie sind verpflichtet, entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.
Laut dem Branchenverband Bitkom nutzen mittlerweile allein 24 Millionen Deutsche das Internet, für Bankgeschäfte. Das sind wiederum zwei Millionen Nutzer mehr als noch im Jahr davor. Die wichtigsten Grundregeln, welche Sie beim Thema Online-Banking unbedingt beachten sollten habe ich Ihnen nachfolgend zusammengefasst:
Die 10 Top-Tipps für sicheres Online Banking!
1. Achten Sie darauf, Ihr Betriebssystem und ihre Anwendungssoftware auf dem neuesten Stand zu halten. Bereits ein fehlendes Sicherheitsupdate kann es Betrügern und Kriminellen (Hackern) leicht machen, trotz installierter und aktiver Antivirensoftware und Firewall-Programme in Ihren Computer einzudringen.
2. Sie sollten individuelle und kreative Passwörter nutzen. Verwenden Sie dabei möglichst Kombinationen von Buchstaben und Zahlen und vermeiden Sie bekannte Namen oder Zahlenreihen.
3. Sie sollten Ihre Passwörter sowie Ihre PIN- oder auch TAN-Nummern niemals auf Ihrem Computer abspeichern.
4. Lassen Sie Vorsicht walten beim Öffnen von E-Mail-Anhängen. Öffnen Sie diese nur, wenn Ihnen der Absender beziehungsweise die Herkunft bekannt ist.
5. Sie sollten die URL, also die Internetadresse Ihrer Bank immer direkt in die Browserzeile eingeben. Sie sollten niemals dem Link aus einer Mail folgen, denn dahinter stecken oft - täuschend echt - gefälschte Internetseiten, die allein den Zweck haben, Sie zur Herausgabe Ihrer Geheimzahl oder TAN zu verleiten.
6. Nutzen Sie keine Software von „unbekannten/dubiosen“ Internetseiten und seien Sie allgemein Vorsichtig bei Downloads. Informieren Sie sich im Vorfeld genauestens über den Anbieter.
7. Falls Sie ein Kartenlesegerät nutzen, entfernen Sie Ihre Chipkarte nach Abschluss Ihrer Transaktionen unbedingt wieder aus dem Gerät.
8. Sie sollten sich immer korrekt abmelden. Nutzen Sie den „Ausloggen-Button“, um sich ordnungsgemäß vom System Ihrer Bank abzumelden.
9. Sie sollten - wie bei Ihren Bank- oder Kreditkarten auch – niemals Kontonummern, oder gar PIN und TAN-Listen gemeinsam aufbewahren.
10. Sie dürfen niemals Geheimzahlen per Telefon oder via Email preisgeben. Keine Bank fragt außerhalb der regulären Online-Transaktion Ihre PIN oder TAN ab. Das sind immer Anfragen mit betrügerischem Hintergrund.
Denken Sie also daran, Vermögensschutz, Anlage- und Risikomanagement ist weit mehr als die reine Überlegung welche Aktien oder Finanzprodukte Sie kaufen. Leider wird das nach wie vor viel zu oft vergessen. Risiken sind eben nicht nur Marktrisiken, sondern auch Operative- und Strategische Risiken. Beachten Sie diese unbedingt beim Management Ihrer Vermögenswerte!
Ihr
Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ
www.markus-miller.com oder
www.geopolitical.biz
P.S.: Wenn Ihnen die GEOPOLITICAL.BIZ-News gefallen, tun Sie mir bitte einen Gefallen und leiten Sie diese weiter.
Falls Ihnen diese GEOPOLITICAL.BIZ-News schon weitergeleitet wurden und Sie in Zukunft keine verpassen wollen, können Sie diese hier abonnieren: Kostenloser Online Newsletter
7. April 2009
7 Gründe - Online Banking im Ausland!
Meinen letzten Weblog mit dem Titel PRO Bankgeheimnis – 8 Gründe ohne Steuer! möchte ich heute einmal in den Grundlagen noch weiter ausführen. Aus meiner Sicht muss die Zukunft im privaten Management Ihrer Vermögenswerte – zumindest für bestimme Vermögensbestandteile – in der gezielten und strategischen Auslandskapitalanlage an internationalen Finanzstandorten liegen. Das hat grundlegend überhaupt nichts mit der Steueroasenthematik zu tun, welche aus meiner Sicht derzeit viel zu undifferenziert und pauschal geführt wird.
Ausländische Bank- und Finanzstandorte bieten enorm wichtige Vorteile, gerade im Dschungel der komplexen Finanzwelt. Dadurch sollten die attraktiven Rahmenbedingungen ausländischer Bankplätze zum festen Bestandteil Ihres persönlichen Anlage- und Risikomanagements sowie Ihrer Lebensplanung werden. Gerade auch der Bereich Online-Banking im Ausland wird hier zunehmend für Banken und natürlich für Sie immer wichtiger und werthaltiger werden.
Mit weiter zunehmender Intensität und vor allem mit gezielten Medienstrategien versucht die deutsche Bürokratie allerdings, den immer stärkeren Zug der Vermögenden ins Ausland zu behindern. Doch bisher waren alle Versuche, beispielsweise die verstärkte Zollkontrollen an den Grenzen oder die Werbeverbote für Schweizer Banken ohne deutsche Banklizenz, wirkungslos. Gerade deswegen, weil eben nicht mehr der Steueraspekt im Mittelpunkt der Überlegungen von Privatanlegern steht. Die deutsche Finanzpolitik ist für ausländische Banken und Vermögensverwalter für mich das beste Konjunkturprogramm.
Nicht erst seit Einführung des „gläsernen Bürgers“ im April 2005 ist die Sehnsucht der Deutschen nach einer eigentlich selbstverständlichen Diskretion in Geld- und Vermögensangelegenheiten erwacht. Deutsche Anleger wollen dabei nicht mehr ihr Schwarzgeld verstecken, sondern ihr sauberes und in der Regel hat erarbeitetes Vermögen vor deutscher Schnüffel- und möglicher Enteignungsbürokratie retten.
Online-Banking im Ausland: Hauptgründe und Vorteile für Privatanleger
+ Zunehmende Preis-Sensibilisierung (Konkurrenzfähige Spesenmodelle auch Schweizer Online Banken)
+ Reduzierung bürokratischer und administrativer Hürden
+ Steigende Affinität zum Internet
+ Diskretion und Wahrung der Privatsphäre
+ Steueroptimierung (beispielsweise Steuerstundungseffekte)
+ Optimiertes Anlage- und Risikomanagement: rechtliche Diversifikation und geografische Streuung
+ Nutzung von Service-, Dienstleistungs- und Anlageprodukten im Ausland
Natürlich verfolge ich schon seit Langem intensiv die verschiedenen Finanzvergleiche, Bankentests oder auch reine Gebührenvergleiche beispielsweise von Discountbrokern und teste und beurteile Banken auch selbst, beispielsweise für die Private-Banking-Auswertungen des „Handelsblatt Elite-Reports“.
Ich halte allerdings reine Tabellen und statische Gebührenvergleichen nur sehr bedingt für zielführend.
Diversifizieren Sie Ihre Bankplätze international
Mein Ratschlag an Sie ist, mehrere Depotstellen in unterschiedlichen Ländern zu führen. Nur so können Sie - abgestimmt auf Ihre individuellen Bedürfnisse – ein verantwortliches und risikobewusstes privates Vermögensmanagement verfolgen. Dadurch können Sie beispielsweise auch Teile Ihres Vermögens unter einem „anderen Namen“ anlegen, nämlich durch die Einbringung in eine juristische Person, beispielsweise eine Liechtensteiner oder Luxemburger Lebensversicherung, oder eine Vermögensverwaltende Gesellschaft.
Dadurch können Sie nicht nur Steuerliche Belastungen optimieren, sondern Sie reduzieren auch Risiken, der Haftung oder Scheidung bis hin zur Erbfolgethematik oder Schenkung. Ebenso erhalten Sie dadurch in weit stärkerem Maße Ihre persönliche Freiheit und schaffen mehr Diskretion in Ihrem Leben.
Einfache Lösungen für Ihr Geld gibt es nicht mehr
Wahrscheinlich kennen Sie meine zwei Grunddevisen mittlerweile schon: zum einen „Das Steuern ist wichtiger als die Steuern“ und zum anderen „Kommunikation ist die Antwort auf Komplexität“. Sie müssen sich damit abfinden, dass die Zeiten einfacher und unkomplizierter Lösungen in vielen Bereichen der Vergangenheit angehören. Gerade auch in Ihrem privaten Vermögensmanagement haben Sie das wohl spätestens mit dem Ausbruch der Finanzkrise deutlich zu spüren bekommen. Deshalb ist es wichtig, nicht überhastet, aber frühzeitig und strategisch die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen.
Aus vielen Gesprächen spüre ich den verständlichen Wunsch vieler Anleger und Investoren nach einer sicheren, langfristigen „Problemlösungsstruktur“. Leider muss ich ihnen dann diese Illusion nehmen, denn einfache und dauerhafte Lösungen gibt es heute nicht mehr. Die Zeiträume, für die noch Planungssicherheit besteht, werden leider immer kürzer, da auch die Rahmenbedingungen sich leider in immer kürzeren Zyklen ändern. Hierauf müssen Sie Ihr Anlage- und Risikomanagement sowie Ihre Lebensplanung flexibel abstimmen.
Nur dann werden Ihre Kapitalwerte und Vermögensstrukturen nachhaltig geschützt sein und eine entsprechende, adäquate Rendite nach allen Gefahren der Globalisierten (Finanz)Welt erzielen.
Ihr
Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ
www.markus-miller.com oder
www.geopolitical.biz
P.S.: Wenn Ihnen die GEOPOLITICAL.BIZ-News gefallen, tun Sie mir bitte einen Gefallen und leiten Sie diese weiter.
Falls Ihnen diese GEOPOLITICAL.BIZ-News schon weitergeleitet wurden und Sie in Zukunft keine verpassen wollen, können Sie diese hier abonnieren: Kostenloser Online Newsletter
2. April 2009
PRO Bankgeheimnis – 8 Gründe ohne Steuer!
Kampf den Steueroasen und Kampf gegen das Bankgeheimnis anderer Länder. In jeder Zeitung findet sich derzeit etwas zu dieser Thematik. Ich halte diesen derzeitigen undifferenzierten Weg für sehr bedenklich für eine freiheitlich, liberale Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung.
Für mich ist die Kapitalanlage im Ausland, also eine gezielte Streuung von Vermögenswerten bei ausländischen Banken gerade jetzt ein wichtiger Beitrag zu einem professionellen privaten Vermögens- und Risikomanagement. Entgegen der derzeitigen, teilweise sehr polemisch geführten Diskussionen um die Steueroasenthematik, hat dies in Keiner Weise rein mit der immer angesprochenen Steuerhinterziehung zu tun!
Steuerhinterziehung oder Schwarzgeld stehen hier bei vielen Kapitalanlegern schon lange nicht mehr im Vordergrund, nicht einmal die Steueroptimierung. Vielmehr der verständliche und absolut legitime Wunsch nach Diskretion und Wahrung der Privatsphäre.
Ich möchte Ihnen aus diesem Grunde einmal einige Praxisbeispiele aufzeigen, welche belegen, dass das Bankgeheimnis oder der Wunsch nach Privatsphäre eben nichts mit der Steuer zu tun hat, sondern mit der Steuerung von Vermögenswerten, getreu meinem Motto: „Das Steuern ist wichtiger als die Steuern!“.
1. Uneheliche „verschwiegene“ Kinder
Sie haben ein uneheliches Kind, von dem Ihre Familie nichts weiß und auch nach Ihrem Tod nichts wissen soll. Über eine Vermögensstrukturierung, gerade über Ausländische Lebensversicherungen beispielsweise können Sie hier eine flexible Begünstigung vornehmen, auch für Ihren Todesfall. Vermögenswerte können somit außerhalb des Nachlasses, diskret übertragen werden. Nicht diskret gegenüber dem Staat, sondern diskret gegenüber Ihrer Familie!
2. Geliebte/r
Sie haben eine Geliebte (oder einen Geliebten), von dem Ihre Familie nichts weiß. Sie möchten dieser Person
nach Ihrem Tod etwas zukommen lassen. Sie wollen allerdings auch nach Ihrem Tod dieses Geheimnis
bewahren und können somit natürlich keine testamentarische Verfügung vornehmen.
3. Probleme im Familienkreis
Sie haben Probleme im Familienkreis, beispielsweise mit Ihrer Ex-Frau (oder Ihrem Ex-Mann), mit Ihren Kindern, mit Ihrer Schwiegertochter oder Ihrem Schwiegersohn. Mir sind hier Fälle aus der Praxis bekannt, in denen beispielsweise drogenabhängige oder charakterlich noch nicht gefestigte Kinder vor dem Geld „geschützt“ werden sollen, bis sie beispielsweise einen Weg aus ihrer Lebenskrise gefunden haben.
Ebenso gibt es immer wieder den Fall, dass Eltern diskret bestimmte Kinder besser stellen wollen, beispielsweise weil diese ihnen aus den unterschiedlichsten Gründen (Pflege im Alter, Verhalten, Wertschätzung) näher stehen als die anderen Geschwister.
4. Sie sind Homosexuell - Gegenseitige Absicherung
Sie sind homosexuell und möchten sich und Ihren Lebenspartner absichern. Hier stoßen Sie bei der Vermögensübertragung auf erhebliche Nachteile und Hürden, vor allem, wenn Sie sich nicht für die sogenannte eingetragene Lebenspartnerschaft ( Homo-Ehe) entscheiden.
Vielleicht haben Sie in diesem Fall auch einen hohen Diskretionsbedarf, wenn Sie Ihre Neigungen nicht öffentlich gemacht haben. Das ist immer noch häufig der Fall. Denn gerade Unternehmer oder Personen im öffentlichen Fokus haben weiterhin Nachteile zu befürchten, wenn sie sich „outen“.
5. Diskretionsbedarf innerhalb der Familie
Sie wollen nicht, dass Ihre Kinder oder Ihre zukünftige Ehefrau/Ehemann frühzeitig wissen, wie viel Geld Sie wirklich haben. Geld kann ja bekanntlich den Charakter verderben, und viele Eltern oder Partner möchten nicht, dass Kinder zu früh von großen Vermögenswerten erfahren. Sie können in solchen Fällen die Begünstigtenregelung auf einen Zeitpunkt legen, zu welchem Sie davon ausgehen, dass Ihre Erben die nötige menschliche wie fachliche Reife haben.
6. Individuelle, flexible Vermögensübertragungen
Gerade Großeltern übertragen gerne Vermögenswerte direkt auf ihre „Lieblingsenkel“ und wollen die gesetzliche Erbfolge für bestimmte Vermögensbestandteile umgehen. Dies ist ebenfalls durch Strukturen möglich, welche auch diskret vor den eigenen Kindern umgesetzt werden können. Auch der Schwiegersohn oder die Schwiegertochter sollen manchmal „ausgeschlossen“ und stattdessen direkt die Enkel bedacht werden.
7. Vermögens- und Haftungsschutz
Ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet ist der Haftungsschutz für Unternehmer: Sie sind beispielsweise Geschäftsführer einer GmbH und gehen somit in Ihrem operativen Geschäft unternehmerische Risiken ein.
Wenn Sie nun auch ein Haus und ein Wertpapierdepot haben, ist es nicht zwangsläufig so, dass Sie bei einer Schieflage Ihrer GmbH nur mit Ihrem Stammkapital haften. In Deutschland gibt es unter Umständen auch eine Durchgriffshaftung auf den Geschäftsführer. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn Sie eine Schieflage Ihrer Gesellschaft falsch beurteilen. Dann können – bei entsprechendem Gerichtsurteil – auch Ihr Eigenheim und Ihr Wertpapierdepot in die Konkursmasse mit einfließen.
Viele GmbH-Geschäftsführer haben aus diesem Grunde beispielsweise ihr Eigenheim auf ihre Ehefrau überschrieben, um dieses Haftungsrisiko zu minimieren. Allerdings gehen Sie mit diesem Transfer des Eigentums auf Ihre Frau natürlich ein neues Risiko ein, nämlich das einer Scheidung.
Nicht selten passiert es gerade im Falle einer Insolvenz, dass die daraus auch immer resultierenden psychischen Anspannungen auch Auswirkungen auf Ihr Privatleben haben. Und wenn Ihre Frau Sie dann eventuell verlässt – dieses Risiko ist in Deutschland rein statistisch nun mal sehr hoch, da jede 3. Ehe geschieden wird –, haben Sie Ihr Eigenheim, rein vom rationalen Risikomanagementgedanken her, eben nicht abgesichert.
Ich weiß, dass bei diesem Thema oft viele Emotionen vorhanden sind und die Rationalität ausgeblendet wird,
aber auch hier kann ich aus meiner Praxiserfahrung sagen, dass viele ehemals verliebte Paare nur wenige Jahre später die erbittertsten gerichtlichen Auseinandersetzungen geführt haben. Wenn man frühzeitig und gemeinsam die richtigen Strukturen schafft, ist dies aus meiner Sicht der sehr viel intelligentere Weg.
Jedenfalls immer für den Ehepartner, der entweder das Hauptvermögen mitbringt oder den Zugewinn erwirtschaftet, und das muss natürlich nicht zwangsläufig immer der Ehemann sein! Hier müssen Sie übrigens auch gerade in guten Zeiten (also Ihre Firma ist wirtschaftlich erfolgreich und Ihre Ehe intakt) die entsprechenden Strukturen schaffen. Nicht erst dann wenn Sie kurz vor der Insolvenz stehen und Ihre Ehe kurz vor dem Aus steht. Dann ist es zu spät.
Schutz der Familie bei gleichzeitigem Schutz vor der Familie
Das bedeutet, Sie müssen zum einen für Ihre Familie vorsorgen, falls die Firma in Schieflage gerät, und zum anderen Ihre Firma schützen – also sie vor Ihrer „Familie“ schützen –, falls Ihre Ehe in die Brüche geht. Ebenso ist die Wahrscheinlichkeit für Streitigkeiten mit anderen Familienangehörigen wie Kindern, Eltern oder Geschwistern in der heutigen Zeit ja auch sehr hoch, mit teilweise gravierenden finanziellen Folgen, gerade bei Erbstreitigkeiten.
8. Risikomanagement: Rechtliche Diversifikation und geografische Streuung
Ausländische Lebensversicherungen, beispielsweise aus Luxemburg oder Liechtenstein sind rechtlich eine eigenständige „juristische Person“. Sie schaffen also durch Abschluss einer Lebensversicherung eine eigenständige, rechtlich isolierte Gesellschaftsform für Teile Ihrer Vermögenswerte.
Das ist über Ausländische Lebensversicherungen bereits ab 50.000 Euro möglich. Im Falle von Sparverträgen sogar bei bestimmten Anbietern bereits ab 50 Euro. Für andere Gesellschaftsformen wie Stiftungen oder Trusts beispielsweise würden Sie das 10-fache Anlagevolumen benötigen.
Sie schaffen somit eine rechtliche Streuung Ihres Vermögens und durch Nutzung ausländischer Anbieter, Bankplätze und Rechtsräume zusätzlich noch eine geografische Verteilung Ihrer Werte. Das bedeutet in der Praxis ein besseres Anlage- und Risikomanagement auch über das reine Verwalten Ihrer Wertpapiere hinaus.
Eine ausländische Lebensversicherung beispielsweise wird somit zu einer eigenständigen und isolierten Gesellschaft, der den Schutz Ihrer Vermögenswerte deutlich verbessert. So wie Sie aus Diversifikationsüberlegungen Aktien aus unterschiedlichen Branchen oder Ländern kaufen, sollten Sie auch – je nach Höhe Ihrer Vermögenswerte – überlegen, Ihre Vermögensstrukturen in unterschiedlichen Rechtesräumen und bei verschiedenen Banken zu verteilen. Grundlagen für all diese Modelle sind für mich jedoch intakte Bankgeheimnisse.
Die Grundlagen zu diesen Modellen und Strategien eines optimierten Risikomanagements finden Sie beispielsweise auch in meinem Buch „Geopolitische Vermögenssteuerung“, falls Sie dieses noch nicht gelesen haben.
Mein Fazit
Durch die Verteilung von Vermögenswerten auf mehrere Länder mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen und geografischen Lagen, differierenden Gesetzgebungen sowie verschiedenen Banken und Vermögensverwaltern streuen Sie operative und strategische Risiken, ohne dass grenzüberschreitende Querverbindungen der einzelnen Anbieter negative Einflüsse haben.
Nicht zu vergessen bleibt, dass Sie auf diese Weise auch von den besseren Rahmenbedingungen im Ausland profitieren, zum Beispiel in Form von höher Beratungskompetenz, einem besseren Produktangebot oder flexibleren Anlagemodellen. Das alles schlägt sich schließlich in Ihrer Rendite nieder, was in der Praxis einen höheren Vermögensschutz bedeutet. Wenn Sie dann noch Teile
Ihres Vermögens in eine juristische Person einbringen reduzieren Sie vor allem Risiken, die beispielsweise durch Streitigkeiten, Scheidung, Erbfolgen, Schenkungen oder im allgemeinen negativen Rechtssprechungen und höherer Gewalt entstehen können.
Beichtgeheimnis, Ärztliche Schweigepflicht, Schweigepflicht eines Anwaltes
Das hat mit Steuerhinterziehung nichts, aber absolut gar nichts zu tun! Deswegen gehört für mich das Bankgeheimnis in meinem Demokratieverständnis genauso geschützt und anerkannt, wie das Beichtgeheimnis, die Ärztliche Schweigepflicht oder die Schweigepflicht eines Anwaltes!
Das Arztgeheimnis beispielsweise stellt eine wesentliche Grundlage des Vertrauens des Patienten in den Arzt dar. Das Arztgeheimnis ist damit die Grundlage der rückhaltlosen Offenbarungsmöglichkeit für den Patienten gegenüber seinem Arzt. Diese rückhaltlose Offenbarungsmöglichkeit ist aber aus meiner Sicht auch gerade gegenüber dem Vermögensberater des Vertrauens dringend notwendig.
Ihr
Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ
www.markus-miller.com oder
www.geopolitical.biz
P.S.: Wenn Ihnen die GEOPOLITICAL.BIZ-News gefallen, tun Sie mir bitte einen Gefallen und leiten Sie diese weiter.
Falls Ihnen diese GEOPOLITICAL.BIZ-News schon weitergeleitet wurden und Sie in Zukunft keine verpassen wollen, können Sie diese hier abonnieren: Kostenloser Online Newsletter


